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Shaman King: Master of Spirits

GameBoy Advance | USK: ab 6 Jahren | Konami


Shamanvania?!
Die Story von Master of Spirits ist kurz erklärt: Ein Schamane namens Magister entwendet den Tome of the Shaman King von Yoh Asakura und seiner Truppe. In dem Buch ist eine Beschwörungsformel für einen Dämonengott. Weitere Seiten des Buches sind leider verschollen und so machen sich Yoh und Konsorten auf, das Buch vor Magister zusammenzubasteln. Auf einer Weltkarte wählt ihr danach euer Ziel aus und rennt dann (wie in Castlevania) über den Bildschirm, absolviert kleine Geschicklichkeitseinlagen und verdrescht hordenweise Monster. Um an einigen Stellen weiterzukommen, müsst ihr euch die Kräfte der Geister zunutze machen. Tokagerohs "Giganto Daumen" zum Beispiel verschiebt Kisten, währrend euch "Eliza" immun gegen Gas macht. Anfangs noch richtig leicht, wird das Spiel im weiteren Verlauf richtig frustig. Leider steigt eure Angriffskraft nur an, wenn ihr neue Waffen kriegt oder bestimmte Geister ausrüstet.
Fazit: Shaman King-Fans können einen Blick riskieren, alle anderen sollten besser zum großen Original (Castlevania) greifen. Wer das Seelen-System haben möchte, sollte speziell zu Castlevania: Aria of Sorrow greifen. Das ist zwar nicht wirklich schwerer, aber viel spaßiger.
Meine Wertung: 76%



Star Wars Trilogy: Apprentice of the Force

GameBoy Advance | USK: Ab 6 Jahren | Ubisoft/Lucas Arts


Möge die Frustration mit dir sein!
Star Wars Trilogy spielt die drei älteren Star Wars Filme durch. In Form eines SideScroll Action Spektakels. Anfang seid ihr mit Luke alleine und mit einem stinknormalen Blaster bewaffnet. Im Level findet ihr dann neue Waffen mit begrenzter Haltbarkeit. In einigen Abschnitten werdet ihr von anderen Charakteren wie R2D2 oder Prinzessin Leia begleitet, die ihr beschützen müsst. Hin und wieder startet eine kleine Action-Sequenz. Das heißt, ihr seid auf ein bestimmtes Gebiet eingeschlossen und müsste alle Gegner platt machen, bevor es weiter geht. Leider haben die Entwickler auch Geschicklichkeitspassagen eingebaut, die man eigentlich nur mit Glück erledigen kann. An einigen Stellen ist einem auch nicht wirklich klar, was zu tun ist. Trotzdem macht das Spiel irgendwie auch Spaß.
Fazit: Wer seinen GBA gerne noch in einem Stück behalten möchte oder leicht frustriert ist, sollte die Finger von Star Wars Trilogy lassen. Star Wars Fans und 2D-Action-Ausgehungerte dürfen gerne mal reinschnuppern.
Meine Wertung: 76%

1080°: Avalanche

GameCube | USK: ohne Altersbeschränkung | Nintendo


Schnee schippen? Nein, danke!
1080° war damals auf dem N64 eine art Revolution unter den Trendsportspielen, da sich der Untergrund stark auf das Fahrverhalten der Boarder ausgewirkt hatte. Dieses Feature ist zusammen mit drei aus dem Vorgänger bekannten Charakteren übernommen. Nacheinander wie in Wave Race: Blue Storm schaltet ihr die verschiedenen Meisterschaften frei. Für neue Boards müssen Münzen im Time Trial Modus zusammengepuzzelt werden. Der Untertitel "Avalanche" kommt nich von üngefähr: Ab der zweiten Meisterschaft löst ihr in dem letzten Kurs eine Lawine aus. Bei der dritten Meisterschaft geht das sogar den ganzen Kurs lang ab. Die Rennen sind fordernd und spannend, nur der Trickmodus missfällt mir etwas.
Fazit: Die KLasse des Vorgängers erreicht das Spiel zwar nicht ganz, trotzdem sollte man es mal angespielt haben.
Meine Wertung: 84%

Shaman King: Legacy of Spirits: Soaring Hawk/Spiriting Wolf

GameBoy Advance | USK: noch nicht geprüft | Konami


Schnapp sie dir alle? Bitte nicht!!!
Wundert euch nicht! Es gibt zwei fast identische Versionen des Spiels. Der kauf beider lohnt sich aber nicht, da die Unterschiede wirklich nur gering sind. Die Versionen unterscheiden sich nur durch die enthaltenen Geister. ZUr Story: Als Yoh Asakura setzt ihr euch zum Ziel, Schamanenkönig zu werden. Auf dem Weg zu diesem Ziel gilt es, einen haufen Gegner zu besiegen. Ihr bewegt euch auf starren Hintergrunden, die an die Yu-Gi-Oh!-RPGs erinnern. Die Kämpfe dagegen laufen rundenweise ab, sind aber öde dargestellt. Ihr hämmert im Prinziip die ganze Zeit auf die A-Taste. Zu allem überfluss stellt die Zufallskampfrate sogar Final Fantasy in den Schatten. Ihr könnt andere Geister auch fangen, nur macht das keinen Sinn: In kürzester Zeit habt ihr Amidamaru zum Super-Geist ausgebaut und somit sind andere Geister völlig unnötig. Man hat wohl bei Konami versucht, dieses mal wo anders zu kopieren, was allerdings deutlich daneben ging. Gerade bei den Kämpfen hätten sie Pokemon ausstechen können. Aber so muss ich leider sagen: Chance vertan!
Fazit: Nur für absolute Shaman Kng Fans oder Trash-Freunde empfehlenswert. Alle anderen: FINGER WEG! BITTE!
Meine Werung: 32%

Kingdom Hearts: Chain of Memories

GameBoy Advance | USK: ab 6 Jahren | SquareEnix/Disney


Hier bedeuten Karten alles
In Kingdom Hearts: Chain of Memories übernehmt ihr die Kontrolle von Sora. Dieser nimmt zusammen mit seinen Freunden Goofy und Donald nach den Geschehnissen des PS2-Kingdom Hearts nun das Schloss des Entfallens in Angriff. Dort vergisst er aber wichtige Sache, dafür erinnert er sich an ein anderes Mädchen... Mehr will ich zur recht spannend gehaltenen Story nicht verraten. Chain of Memories ist ein Action-betontes RPG. Rätsel gibt es keine. Die Kämpfe sind anfangs gewöhnungsbedürftig, mit der Zeit aber geht euch die Steuerung in Fleisch und Blut über. Die Kämpfe machen auch jede Menge Spaß. Es kommt ein Kartensystem zum EInsatz, was relativ schnell zu begreifen ist. Mit A setzt ihr die momentan ausgewählte Karte ein. Euer Gener kann diese kontern, indem er eine mit einem höheren Wert als eure spielt und umgekehrt. Darüber hinaus können bis zu drei Karten zu einer Combo zusammengenommen werden. Dabei werden die Zahlen auf den Karten zusammengezählt. Allerdings müsst ihr dabei auf die erste Karte der Combo für den weiteren Kampfverlauf verzichten. Nach einem Kampf sind natürlich alle karten wieder da. Steigt ihr ein Level rauf, könnt ihr Punkte auf eines von drei Atributen verteilen: Lebenspunkte, Kartenpunkte und Combo. Lebenspunkte und Combo erklären sich von selbst, Kartenpunkte benötigt ihr, um eure Karten ins Deck zu nehmen. Jede Karte benötigt eine bestimmte Anzahl Kartenpunkte. Die Gesamtzahl der Kartenpunkte darf dabei euer Kartenpunkte-Maximum nicht überschreiten. Die Kämpfe gegen die verschiedenen Bosse sind schön gestaltet und bei manchen muss man sich taktisch sogar umstellen. Bevor ihr einen Raum im Spiel betreten könnt, müsst ihr sogenannte Raumkarten anwenden, die ihr in Kämpfen erhalten könnt. Mit den Raumkarten könnt ihr auch u.A. die Herzlosendichte oder Stärke im Raum bestimmen. Die Hauptgeschichte sollte euch so ungefähr 20 Stunden beschäftigen. Wer das Spiel durchspielt darf mit einem anderen Charakter eine andere Geschichte erleben. Wer das ist verrate ich nicht. Das müsst ihr schon selbst herausfinden.
Fazit: Chain of Memories besticht durch schöne Grafik und spaßiges Gameplay. Die Kämpfe sind stets fordernd und die Bosskämpfe schön gemacht. Auch der Sound kann sich hören lassen. Kritikpunkt wäre, dass es bis auf zwei Welten keine neuen bei Chain of Memories gibt. Um einiges am Anfang zu verstehen sollte man übrigens den PS2-Vorgänger gespielt haben. Den Kiefer runterklappen lassen haben mir die 3D-Rendersequenzen am Anfang und am Ende des Spiels. Rundherum ein super Spiel!
Meine Wertung: 90%

Conker's Bad Fur Day

Nintendo 64 | USK: ab 16 Jahre | Rareware


§%&$!
"Conker's Bad Fur Day" traut man gar nicht den Anfang der Entwicklung zu. Ursprünglich unter dem Namen "Conker 64: Twelve Tales" als Knuddel-Jump'n'Run geplant (ein Knuddelableger ist mit "Conker's Pocket Tales" für den GBC auch erschienen), kam auf einer E3 dann die Wende: Das Design blieb (zumindest teilweise) das selbe. Doch anstatt ein kinderfreundliches Jump'n'Run draus zu machen, hatte man bei Rare eine gute Entscheidung gefällt: Conker wurde brutal. Ein richtiges Erwachsenenspiel. Nach einer durchzechten Nacht will Conker eigentlich nur nach Hause. Doch die Ereignisse überschlagen sich im Spielverlauf: Die Bienenkönigin möchte ihren Bienenstock zurück, der König des Landes braucht Conker als Tischbein und es bricht ein Krieg zwischen den Tediz und der "Eichhörnchen Angriffstruppe" aus, um mal ein paar Beispiele zu nennen. So hüpft und läuft man durch eine sehr liebevoll gestaltete Welt, die abwechslungsreicher kaum sein könnte. Dabei läuft das Spiel sogar flüssig. Auch die Aufgaben bieten viel Abwechslung. Mal muss man einen Bienenstock mit einer StandMG vor Wespen beschützen oder Kühe dazu bringen, ein Abführmittel zu nehmen. Highlights des Spiel sind aber zweifellos die Zwischensequenzen. Es wird geflucht, das euch die Ohren abfallen und die Dialoge sind so humorvoll, dass ihr schwer aus dem Lachen wieder rauskommt. Sei es nun Conkers natürliche Geldgier, eine kleine Matrix-Parodie oder das Video für den Aufruf zum Krieg. Selten habe ich mich vor lachen so bei einem Spiel weggeschmissen. Auch bei den Bosskämpfen haben sich die Entwickler viel einfallen lassen. Nur in den wenigsten Fällen führt euch draufkloppen zum Ziel. Die Bosse müssen ausgetrickst werden. Dem singenden Kothaufen zum Beispiel schmeißt ihr, sobald er seine hohen Töne singt, eine XXL-Klopapierrolle in den Mund. Negative Punkte müssen hier fast mit der Lupe gesucht werden. Die Musik ist stimmig, die Grafik gut und die Stimmen erst recht. Minuspunkte gibt es aber für Sachen wie den enormen Schwierigkeitsgrad. Teilweise ist das Spiel verdammt schwer und bedarf mehrerer Anläufe. Und man sollte des Englischen mächtig sein, denn das Spiel ist komplett auf Englisch (was meiner Meinung nach auch besser so ist).
Fazit: CBFD ist eine Granate, die man gespielt haben sollte. Der Humor ist spitze und das Spiel an sich abwechslungsreich. Wer bestimmte Szenen noch mal spielen möchte, muss noch nicht mal da hin spielen, sondern kann sie aus dem Hauptmenü aus anwählen. Und Anspielungen auf Sachen wie "Terminator", "Alien" oder den D-Day gibt es zuhauf. Ein Pflichttitel! Xbox-Besitzer können sich auf die leicht aufgemotzte Variante "Conker: Live & Reloaded" freuen.
Meine Wertung: 92%

LEGO Star Wars

PC (Auch für PS2 und XBOX) | USK: ab 6 Jahren | Giant/LucasArts


Die Macht der Bauklötze
Bei dem Begriff "LEGO" werden ältere Semester, gerade bei LEGO_Videospielen, wahrscheinlich schnell das Weite suchen. LEGO Star Wars jedoch solltet ihr eine Chance geben. Ihr startet das Spiel (wie es sich gehört) mit Episode 1. Habt ihr dort das erste Kapitel beendet, könnt ihr auch gleich bei Episode 2 oder sogar 3 anfangen. Das Spielprinzip an sich ist simpel: Ihr schlagt euch durch Horden von Feinden und nutzt die Spezialfähigkeiten der Charaktere, um weiter zu kommen. Jar Jar kann zum Beispiel höher springen und Padme benutzt ihren Enterhakenpistole, um höher gelegene Orte zu erreichen. Hin und wieder sind im Spiel kleine Rätsel verstreut. So müsst ihr beispielsweise einen Lüftungsschacht öffnen, um auf der anderen Seite durch geschickten Charakterwechsel an ein Minikit-Teil zu kommen. Wer alle Minikit-Teile sammelt, erhält einen haufen Legosteine, die Währrung des Spiels. Mit diesen könnt ihr euch dann Charaktere für das Freie Spiel einkaufen. Zusätzlich müsst ihr eine bestimmte Anzahl Legosteine einsammeln, um ein Superkit-Teil zu bekommen. Mit allen 17 öffnet ihr einen geheimen Abschnitt. Highlight ist der Zweispieler-Koop-Modus, der sich jederzeit aktivieren und deaktivieren lässt. Ein zweiter Spieler kann jeder Zeit einsteigen und loslegen. Dafür gibt es ein großes Lob an die Entwickler. Die Grafik ist sauber und überrascht teilweise sogar mit kleinen Details, wie Efeuranken an Palastwänden. Witzige Animationen wie die Zerstörung von Wänden oder Gegnern zaubern einem ein kleines Schmunzeln aufs Gesicht. Auch soundtechnisch ist fast alles in Ordnung: Lichtschwerter surren, Blaster klingen wie gewohnt und sogar Musikstücke aus den Filmen sind drin. Leider gibt es keine Sprachausgaben, aber viele kleine Gags erklären sich auch von selbst.
Fazit: LEGO Star Wars ist ein echter Geheimtipp. Klar, das Spiel ist für erfahrende Zocker etwas zu leicht und zu kurz. Das Spiel ist aber verdammt atmosphärisch und glänzt mit Gags und abwechslungsreichen Schauplätzen. Gerade diejenigen, die erst mit einem Spiel aufhören, wenn sie alles freigeschaltet haben, sollten zugreifen. Denn Freischaltbares gibt es viel in LEGO Star Wars.
Meine Wertung: 88%

Castlevania

GameBoy Advance | USK: ab 6 Jahren | Konami


Metzeln mit Karten
Achtung, verwirrend! Unter Fans und in der amerikanischen Version heißt das Spiel "Castlevania: Circle of the Moon". In Europa heißt es nur "Castlevania". Nicht mit dem "NES Classic Castlevania" verwechseln. In der Rolle von Nathan Graves kämpft ihr euch durch Draculas Schloss. Der Schlossherr wurde frisch aus seinem Nickerchen geholt und muss sofort aufgehalten werden. Im Spielverlauf nehmt ihr es mit Draculas Kreaturen auf. Eine große Mange egner wartet auf Prügel. Diese verteilt ihr mit eurer Peitsche, die ihr auf Knopfdruck schwingt. Manche besiegte Feinde lassen Items, manche sogar DSS-Karten fallen. Mit diesen Karten könnt ihr in bestimmten Kombinationen Bestien beschwören oder eure Peitsche aufrüsten. Für jeden besiegten Gegner bekommt man Erfahrungspunkte und ab einen bestimmten Wert steigt man ein Level auf. Sachen wie LP oder MP müssen aber mit Items erhöht werden, die man im Schloss finden kann. An vielen Stellen im Schloss kommt man anfangs nicht weiter. Deshalb sind im Schloss Gegenstände verteilt, die euch Fähigkeiten, wie der Doppelsprung, beibringen. Deshalb muss man einige Gebiete mehrmals absuchen. Die Grafik ist etwas schlicht und die Animationen verbesserungswürdig. allerdings stimmen Gameplay, Musik und vor allem der Spielspaß.
Fazit: Der Beginn der Castlevania-GBA--Trilogie bringt viele coole Features mit sich, allerdings hätte an der Grafik noch gearbeitet werden müssen. nichtsdestotrotz ein cooles Spiel!
Meine Wertung: 87%

Viewtiful Joe

Nintendo GameCube (auch für PS2) | USK: ab 12 Jahren | Capcom


Henshin A Go Go, Baby!
Mit Viewtiful Joe zeigt Capcom, dass 2-D-Prügler noch durchaus auf aktuellen Konsolen existenzberechtigung haben. Ihr bewegt euch in der Rolle von Joe (bzw. seiner Heldenform Viewtiful Joe) durch 12 riesige Levels (unterteil in 6 Folgen), die mit Gegnern nur so zugestopft sind. Um euch zu wehren, greift ihr auf Schläge und Tritte zurück. Allerdings bleibt es nicht nur dabei: Ihr schaltet im Spiel drei verschiedene VFX-Kräfte frei, die sich dann (einen gut gefüllten VFX-Balken vorrausgesetzt) jederzeit einsetzen lassen. Die erste Kraft ist "Slow". Dabei wird das Geschehen Matrix-mäßig verlangsamt und Joe weicht automatisch Angriffen aus. Zusätzlich schaden eure Attacken den Gegnern in Zeitliupe mehr. Die zweite Kraft ist "Mach Speed". Dabei beschleunigt ihr euch und könnt sogar nach einigen Schöägen zum "warm werden" feurige Angriffe austeilen. Die letzte kraft ist "Zoom In". Dabei wird der Bildschirm auf Joe gezoomt und er setzt andere Attacken als sonst ein. Doch die Kräfte helfen nicht nur im Kampf. Im Spiel gibt es immer wieder kleine Rätsel, die ihr nur mit euren VFX-Kräften lösen könnt. So müsst ihr zum Beispiel Fackeln mithilfe der "Mach Speed"-Fähigkeit anzünden oder eine Slotmachine mit "Slow" verlangsamen. Für besiegte Gegner und erledigte Szenen (jeder Level ist in mehrere Szenen unterteilt) erhaltet ihr V-Punkte. Die lassen sich am Ende eines jeden Levels gegen Power Ups eintauschen. So lernt ihr eine Hand voller neuer Techniken oder erhöht eure Lebensenergie. Für mehr VFX-Energie müsst ihr innerhalb eines Levels Filmdosen einsammeln. für 50 wird euer VFX-Balken erweitert. Pro Folge könnt ihr 250 Filmdosen einsammeln. Am Anfang einer neuen Folge wird euer VFX-Balken aber wieder zurückgesetzt. Die Grafik ist klar geschmackssache, passt aber wunderbar zu diesem Superheldenprügler. Theoretisch hätte jetzt nur noch die Comic-typische Lautschrift gefehlt, aber dann ginge wohl die Übersicht endgültig flöten. Denn da ist ein Problem: Teilweise wird das Spiel ein wenig unübersichtlich und schwer. Aber alles ist machbar und das Spiel ist auch stets fair. Der Sound ist spitze. Die Melodien gehen ins Ohr und die Soundeffekte sind klasse gemacht.
Fazit: Vietiful Joe ist ein Top-Spiel! Es ist motivierend, cool und macht einfach Laune. Man legt es entweder nach dem Durchspielen noch mal ein, um die geheimen Charaktere und Schwierigkeitsstufen freizuschalten, seine Wertungen auf maximum zu bringen oder einfach nur, um Gegner zu verkloppen. Zwei Nachteile hat der Spaß dann aber doch: Das Spiel ist an und für sich recht kurz unc teilweise recht schwer. Daran kann man sich aber gewöhnen. genauso wie an die Grafik. lasst euch das Spiel nicht entgehen! Die PS2-Version unterscheidet sich nur geringfügig von der GameCube-Version. Auf der PS2 erwarten euch ein VJ2-Trailer, das "Viewtiful World" Musikvideo, ein leichterer Schwierigkeitsgrad und Dante.
Meine Werung: 90 %

Viewtiful Joe 2

GameCube (auch für PS2) | USK: ab 12 Jahren | Clover Studio/Capcom


Bunt, bunter, Viewtiful Joe 2!
"Die Erde wird noch zwei mal in Gefahr sein." Das sagte Captain Blue am Ende von Viewtiful Joe 1. Und mit dem Beginn des zweiten Teils tritt die zweite der drei angekündigten Gefahren ein. UFO-Truppen greifen die Erde an. Doch gerade als Joe und Silvia auf der Erde eingetroffen sind, verwandelt ein UFO Captain Blue in einen blauen Oscar. Joe und Silvia werden dann vom Black Emperor in einen komplett anderen Film geschmissen. Das Wettrennen um die sechs verbleibenden "Regenbogen-Oscars des Happy Ends" hat somit begonnen. In der Rolle des Superheldenduos müsst ihr euch jetzt durch Levels kämpfen, die an bekannte Kinofilme angelegt sind. So lauft ihr anfangs durch einen Wald voller Dinos, erforscht eine Eishöhle und durch einen mit Fallen gespickten Tempel. Dabei könnt ihr wie in Teil 1 auf eure VFX-Kräfte zurückgreifen. Zu den bereits bekannten Kräften "Slow", "Zoom" und "Mach Speed" gesellt sich die "Replay"-Fähigkeit, die Silvia anstelle von "Mach Speed" beherrscht. Haltet ihr die R-Taste gedrückt und tretet dann einen Gegner oder ein sonstiges Objekt, wird die Aktion noch zwei mal schnell hintereinander wiederholt. Ist die Aktion erfolgreich, lädt sich Silvia mit Blitzen auf und ist damit auch resistent gegen solche. Werdet ihr aber währrend ihr den R-Knopf gedrückt haltet selbst getroffen, nehmt ihr den dreifachen Schaden. Auch spielerisch unterscheidet sich Silvia von Joe. Anstatt sich auf ihre Fäuste zu verlassen, hat sie eine Knarre im Gepäck. So könnt ihr zum Beispiel Gegner aus der Entfernung angreifen. Die beiden Charaktere können jederzeit ausgewechselt werden, was teilweise auch nötig ist. So müsst ihr beispielsweise ein Rad in einem bestimmten Moment stoppen. Leider kommt Joe nicht ran, eine Laserbarriere versperrt den Weg. Also muss man zu Silvia wechseln und mit ihrer Pistole auf das Rad schießen. Joe hingegen hat auch einen neuen Vorteil. Er ist feuerresistenter als seine Freundin. Nach wie vor ist jeder Level in mehrere Szenen unterteilt. Je nachdem, wie gut ihr euch geschlagen habt, werdet ihr wieder bewertet. Ferner sammelt ihr durch Treffer, die ihr bei Gegnern landet oder besondere Aktionen sowie den Abschluss einer Szene V-Punkte, die ihr wieder einmal zwischen den Szenen gegen Power Ups eintauschen könnt. Grafik, Sound und Gameplay bewegen sich auf gewohnt gutem Niveau. Der Grafikstil ist natürich nach wie vor Geschmackssache. Die deutsche Übersetzung ist meiner Meinung nach schlechter als die des ersten Teils. Wenige Sätze werden ausgelassen, und einige Episodentitel wurde so übersetzt, dass das Wortspiel dabei kaputtgeht (z.B. verbirgt sich hinter der Übersetzung "Eisige Schneide" in der englischen Version eine Anspielung auf den Film "Ice Age", denn da heißt die Episode "Ice Edge"). Mein Tipp: Wenn ihr des Enlischen mächtig seit, stellt die Konsole auf Englisch um oder ignoriert die Untertitel. Der gesprochene Text ist nach wie vor auf Englisch.
Fazit: Viewtiful Joe 2 setzt den ersten Teil gekonnt fort. Das Prinzip ist zwar das selbe, allerdings macht es nach wie vor Spaß. Neue Rätsel fordern auch kenner des Vorgängers. Das Spiel an und für sich ist meiner Meinung nach leichter als der Vorgänger. Die Witze kommen gekonnt rüber, über den Grafikstil kann man streiten und man legt das Spiel auch immer wieder gerne für eine Runde ein. Was ich nicht so toll finde, ist, dass die Story gegen Ende richtig einfallslos wird. Aber sieht man darüber hinweg, bemerkt man, dass sich hinter Viewtiful Joe 2 ein Top-SPiel verbirgt, dass man einfach gespielt haben muss.
Meine Wertung: 92%