Conker's Bad Fur Day

Nintendo 64 | USK: ab 16 Jahre | Rareware


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"Conker's Bad Fur Day" traut man gar nicht den Anfang der Entwicklung zu. Ursprünglich unter dem Namen "Conker 64: Twelve Tales" als Knuddel-Jump'n'Run geplant (ein Knuddelableger ist mit "Conker's Pocket Tales" für den GBC auch erschienen), kam auf einer E3 dann die Wende: Das Design blieb (zumindest teilweise) das selbe. Doch anstatt ein kinderfreundliches Jump'n'Run draus zu machen, hatte man bei Rare eine gute Entscheidung gefällt: Conker wurde brutal. Ein richtiges Erwachsenenspiel. Nach einer durchzechten Nacht will Conker eigentlich nur nach Hause. Doch die Ereignisse überschlagen sich im Spielverlauf: Die Bienenkönigin möchte ihren Bienenstock zurück, der König des Landes braucht Conker als Tischbein und es bricht ein Krieg zwischen den Tediz und der "Eichhörnchen Angriffstruppe" aus, um mal ein paar Beispiele zu nennen. So hüpft und läuft man durch eine sehr liebevoll gestaltete Welt, die abwechslungsreicher kaum sein könnte. Dabei läuft das Spiel sogar flüssig. Auch die Aufgaben bieten viel Abwechslung. Mal muss man einen Bienenstock mit einer StandMG vor Wespen beschützen oder Kühe dazu bringen, ein Abführmittel zu nehmen. Highlights des Spiel sind aber zweifellos die Zwischensequenzen. Es wird geflucht, das euch die Ohren abfallen und die Dialoge sind so humorvoll, dass ihr schwer aus dem Lachen wieder rauskommt. Sei es nun Conkers natürliche Geldgier, eine kleine Matrix-Parodie oder das Video für den Aufruf zum Krieg. Selten habe ich mich vor lachen so bei einem Spiel weggeschmissen. Auch bei den Bosskämpfen haben sich die Entwickler viel einfallen lassen. Nur in den wenigsten Fällen führt euch draufkloppen zum Ziel. Die Bosse müssen ausgetrickst werden. Dem singenden Kothaufen zum Beispiel schmeißt ihr, sobald er seine hohen Töne singt, eine XXL-Klopapierrolle in den Mund. Negative Punkte müssen hier fast mit der Lupe gesucht werden. Die Musik ist stimmig, die Grafik gut und die Stimmen erst recht. Minuspunkte gibt es aber für Sachen wie den enormen Schwierigkeitsgrad. Teilweise ist das Spiel verdammt schwer und bedarf mehrerer Anläufe. Und man sollte des Englischen mächtig sein, denn das Spiel ist komplett auf Englisch (was meiner Meinung nach auch besser so ist).
Fazit: CBFD ist eine Granate, die man gespielt haben sollte. Der Humor ist spitze und das Spiel an sich abwechslungsreich. Wer bestimmte Szenen noch mal spielen möchte, muss noch nicht mal da hin spielen, sondern kann sie aus dem Hauptmenü aus anwählen. Und Anspielungen auf Sachen wie "Terminator", "Alien" oder den D-Day gibt es zuhauf. Ein Pflichttitel! Xbox-Besitzer können sich auf die leicht aufgemotzte Variante "Conker: Live & Reloaded" freuen.
Meine Wertung: 92%

9.3.06 21:50

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