F-Zero: GP Legend

GameBoy Advance | USK: ohne Altersbeschränkung | Nintendo


3... 2... 1... GO!!!
F-Zero GP Legend versucht, das Spielsystem von F-Zero X und vor allem F-Zero GX auf den GBA zu bringen. An Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger findet sich da zum Beispiel die Rempel-Attacke. Allen voran steht der Story-Modus. Anfangs könnt ihr nur die Story von Rick Wheeler spielen. Nach und nach schaltet ihr sieben weitere Story-Stränge frei, wie etwa die von Captain Falcon oder Lisa Brilliant. Jeder Charakter muss insgesamt fünf Missionen überstehen. Allerdings sind (bis auf die Missionen eines Charakters) die Aufträge nicht wirklich schwer. Im Vergleich mit dem hammerharten Story-Modus von F-Zero GX wirkt der Schwierigkeitsgrad dieser Version schon fast lächerlich. Dann stören noch an dem Story-Modus die Storys an sich. Bis auf eine einzige kommt mir keine wirklich abgeschlossen vor und wirft mehr fragen auf, als sie beantworten soll. Darüber wird man wohl erst in F-Zero Climax mehr erfahren, dessen Europa-Release-Termin momentan noch in den Sternen steht. Abseits des Story-Modus gibt es aber noch den altbekannten Gran Prix-Modus. Aber auch hier hat sich was geändert: Einmal ist der Modus in die bekannten Schwierigkeitsstufen unterteilt, dann aber noch mal in verschiedene Cups (Bronze, Silber und Gold). Zu jedem Cup gehören fünf Strecken. Der ausgewählte Schwierigkeitsgrad wirkt sich nur auf das Gegnerverhalten aus. Der Fuhrpark ist auch deutlich an die 3D-Teile angelegt: Über 30 Maschinen warten darauf, von euch gefahren zu werden. Allerdings hat die Sache natürlich auch einen Haken. Der Großteil der Gleiter müsst ihr erst freischalten. Noch erwähnenswert unter den Modi wäre noch der Zero-Test. Was nach einer Art Beta-Version des Spiel klingt, ist ein Modus mit 48 Herausforderungen. Hier müsst ihr bestimmte Streckenteile in einer festgelegten Zeit schaffen. Selbst die Maschine ist euch vorgegeben. Ab der B-Klasse wird der Zero-Test richtig fordernd und entschädigt den etwas lahmen Story-Modus ein wenig. Ferner gibt es noch Zeitfahren und Training, aber da hat sich nichts getan. Das Spiel lässt sich mit bis zu vier Spielern gleichzeitig zocken. Wenn dabei allerdings nur ein Modul im Spiel ist, könnt ihr nur eine Strecken und eine Maschine benutzen. Der Rennverlauf erinnert von Streckendesign an das SNES-F-Zero und F-Zero Maximum Velocity. Doch anstatt pro Runde einen Boost zu kriegen, könnt ihr, ganz wie in F-Zero X und GX,, auf kosten eures Energiebalkens den Boost ab der zweiten Runde jederzeit einsetzen. Die Fahrzeugkontrolle ist gut gelungen. Ihr habt soziemlich jederzeit das Gefühl, euer Gefährt voll unter Kontrolle zu haben. Die Grafik ist, wie beim Vorgänger Maximum Velocity, etwas eintönig. Die Umgebung oder gar die Strecken wirken nicht allzu schön. Aber davon sieht man bei dem Spieltempo sowieso recht wenig. Der Sound ist absolut klasse und die Melodien gehen ins Ohr. Die Steuerung ist, wie schon geschrieben, gut gelungen.
Fazit: F-Zero GP Legend ist das F-Zero, das ich mir schon mit Maximum Velocity gewünscht habe. Es ist spaßig, leicht zugänglich und doch fordernd. Der Story-Modus hätte zwar noch überarbeitet werden müssen, aber trotzdem ist mit dem Gran Prix oder dem Zero-Test für Langzeitmotivation gesorgt. Alles in allem ein gutes Rennspiel mit kleinen Macken in Sachen Story-Modus und Schwierigkeitsgrad.
Meine Wertung: 89%

9.3.06 21:58

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