Castlevania: Dawn of Sorrow

Nintendo DS | USK: ab 12 Jahren | Konami


Die Seelenjagd geht weiter
Ein Jahr ist seit den Ereignissen von Castlevania: Aria of Sorrow vergangen. Soma Cruz dachte, dass nun alles wieder seinen gewohnten Gang gehen würde. Doch falsch: Plötzlich erschient die Priesterin Celia Fortner, die zusammen mit ihren Jüngern Dario Bossi und Dimitri Blinov den Dunkeln Herrscher erwecken will. Und dazu müssen sie Draculas Seele zerstören, die sich leider in Somas Körper befindet. Um dem ganzen ein Ende zu machen, begibt sich Soma in das Schloss des Kultes, den die drei Leiten. Und dort stellen sich ihm zahlreiche Bestien in den Weg... Soma hat im Vergleich zum Vörgänger nichts verlernt: Noch immer kann er mit jeder Waffe umgehen, die er im Schloss findet und eignet sich die Seelen seiner besiegten Feinde und der damit verbundenen Fähigkeiten an. Mit der Axtritterseele könnt ihr zum Beispiel Äxte werfen, die Seele des Flugritters lässt euch langsamer zu Boden sinken. Euer Spielplatz ist nahezu gigantisch: Es erwarten euch viele Räume voller nicht mal so kleiner Feinde, die euch nach dem Leben trachten. Zur besseren Orientierung könnt ihr auf dem oberen Bildschirm des DS eine Karte einblenden oder eure Statistiken anzeigen lassen, wobei sich die Karte eindeutig als nützlicher erwiesen hat. Im Verlauf des Spieles kommt ihr Castlevania-typisch an großen Bossen vorbei. So zum Beispiel erwartet euch Balore, der euch mit seinem Laserauge wegpusten will. Die Bosskämpfe sind abwechslungsreich gestaltet. Um so wenig Schaden wie möglich zu nehmen, müsst ihr euch die Angriffsmuster einprägen und natürlich dementsprechen reagieren. Doch wenn die LP des Bosses den Nullpunkt erreicht haben, ist der Kampf noch nicht vorbei. Dann wird nämlich ein Siegel eingeblendet, das ihr mit dem Stylus nachziehen müsst. Macht ihr dies richtig, erhaltet ihr die Seele des Feindes, die meist eine spielrelevante Fähigkeit verkeiht (im Falle Balore dürft ihr dann mit dem Stylus Eisböcke vom Bildschirm rubbeln). Macht ihr jedoch einen Fehler, bekommt der Feind eineige LP zurück und der Kampf geht weiter. Die Seelen sind in drei Kategorien unterteilt: Schuss, Schutz und Zauber. Schuss-Seelen verleihen euch einen Subangriff (wie z.B. der Axtritter mit den Wurfäxten), Schutz-Seelen erweitern eure Fähigkeiten (wie etwa der Flugritter) und Zauberseelen stärken eure Statistiken. Darüber hinaus gibt es noch taktische Seelen, die nicht extra ausgerüstet werden müssen. Dazu zählt das beispielweise Eisblockwegschrubben. Im verlorenen Dorf (dem ersten Gebiet des Spiels) findet ihr desweiteren Hammers Laden, bei dem ihr Heiltränke, Karten und Waffen kaufen könnt. Wer Aria of Sorrow kennt, weiß, dass man jede erdenkliche Waffe irgendwo im Schloss finden kann. Das ist in Dawn of Sorrow nicht mehr so. Die richtig starken Waffen müsst ihr bei Yoko Belnades kleinem Stübchen erst einmal erschaffen. Dazu benötit ihr erstmal eine Waffe, die ihr aufrüsten wollt und noch die passende Seele. So erhaltet ihr nach und nach stärkere Waffen. Habt ihr das Spiel jedoch einmal durch, dürft ihr euch gleich noch mal ransetzen. Es erwarten euch nämlich mehrere Enden. Wem das noch nicht genug war, darf sich dann noch auf einem höheren Schwierigkeitsgrad versuchen oder mit einem weiteren Charakter durchs Schloss ziehen. Die Grafik des Spiels ist schlichtweg atemberaubend. Detaillierte Umgebungen, wunderschöne Hintergründe, fantastische Effekte, geschmeiduge Animationen,... Ich könnte den ganzen Tag weiterschwärmen. Der Sound gibt sich ebenfalls von der besten Seite. Einige Musikstücke haben Ohrwurmcharakter und nerven zu keiner Zeit. Der Touchscreen wird zwar nur alibimäßig für die Siegel und der zweite Bildschirm "nur" für die Karte und Statistiken verwendet, aber besser nur wenige DS-Möglichkeiten ausgenutzt, als das ganze Spiel durch nerviges Touchscreenrumgeschrubbe kaputt zu machen. Das Mikrofon wird nicht verwnendet.
Fazit: Castlevania: Dawn of Sorrow ist eigentlich DER DS-Kaufgrund schlechthin. Die fantastische Atmosphäre, das coole Gameplay und die spannenden Bosskämpfe lassen einen locker über die mangelhafte Nutzung der DS-Features hinwegsehen. Mit einem freispielbaren Schwierigkeitsgrad, den vielen Seelen sowie einem Spezialmodus ist auch für Langzeitmotivation gesorgt. Das Spiel gehört einfach in jede DS-Sammlung.
Meine Wertung: 91%

19.3.06 13:12

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