God of War

PlayStation 2| USK: keine Freigabe/keine Jugendfreigabe | SCEA


Sterblicher auf dem Kriegspfad
Kratos schippert gerade mit seinem schmucken Kahn zusammen mit weiteren Kriegsschiffen über's Meer nach Athen. Dumm nur, dass gerade die Hölle los ist: Die Hydra greift Kratos' Schiffe an. Da er das nicht auf sich sitzen lassen kann, hangelt er sich an Seilen zwischen den Schiffen hin- und her und zersäbelt dabei unzählige Höllenwesen mit seinen an Ketten gebundenen Chaosklingen. Nachdem er sich die Hydra als neue Schiffsflagge aufgehängt hat, kommt er in Athen an, wo ebenfalls gerade der Bär, oder besser: der Gott, tobt. Niemand geringeres als Kriegsgott Ares wütet in der Stadt. Auf Befehl von Athene macht sich Kratos nun auf, um Ares zu zeigen, wo der Hammer hängt. Doch wie besiegt man einen Gott? Welche Verbindung besteht zwischen Kratos und den Göttern? Was sind das für Visionen, die Kratos immer wieder hat? Diese Fragen werden in Sonys Epos "God of War" geklärt, doch bis zum fulminanten Showdown mit Ares ist es ein weiter Weg. Kratos metzelt sich unter anderem durch die Straßen von Athen und eine Wüste. Mit dem rechten Analogstick weicht ihr Angriffen aus, mit L1 blockt ihr, X ist zum Springen da, mit der Kreis-Tastegreift ihr eure Feinde. Mit der Dreiecks- und Vierecks-Taste schwingt ihr Kratos' Chaosklingen, die er an einer Kette führt. Mit R2 aktiviert ihr Schlater oder lest diverse Aufzeichnungen. Im Spielverlauf lernt Kratos darüber hinaus noch vier verschiedene Zauber, die ihr mit dem Steuerkreuz auswählt und mit L2 auslöst. So könnt ihr Blitze verschießen, Gegner mit einem Gorgonenkopf versteinern und sogar die Armee des Hades heraufbeschwören. Habt ihr einen Gegner besiegt, verliert dieser in der Regel Orbs. Grüne Orbs regenerieren eure Lebensenergie, blaue die Magie-Leiste und rote Orbs werden zum Aufleveln von Kratos' Fähigkeiten benötigt. Wem das jetzt bekannt vorkommt: Ja, an und für sich bedient sich "God of War" bei diversen Genre-Kollegen wie "Onimusha" oder "Prince of Persia". Die Mixtur wirkt aber nie zu aufgesetzt sondern unterhält bis zum Schluss. Vor allem die bombastische Präsentation unterscheidet das Spiel von anderen Spielen dieser Art. Nicht zuletzt wäre da das Gefühl, einen der wohl bösartigsten Charaktere der Videospielgeschichte zu steuern. Die Rätsel des Spiels können zwar nicht mit der Präsentation mithalten, dafür stören sie auch nicht großartig, sondern bieten eine schöne Abwechslung vom Standard-Metzel-Alltag. Die Grafik des Spiels ist überwältigend: Von der ersten Minute an kommt man immer wieder ins Staunen. Die wohl texturierte und sehr bedrohlich aussehende Hydra ist nur der Anfang. Gerade Kratos' Effektvolle Kombos in Kombination mit den wahren Gegnermassen zeigen, wozu die PS2 noch fähig ist. Der Sound ist ebenfalls klasse geworden und reißt einem gekonnt mit. Die deutsche Synchronisation ist äußerst gut gelungen. Hier mal ein großes Lob an die Synchronsprecher. Schade an dem ganzen Spektakel ist nur, dass es mit knapp sechs bis acht Stunden recht kurz ausgefallen ist.
Fazit: "God of War" ist bombastisch. Von der ersten bis zur letzten Minute an wird man komplett mit in das Spiel reingerissen. Leider ist das Spiel recht kurz. Man könnte hier zwar sagen "man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist", aber dennoch hätte etwas mehr Umfang nicht geschadet. Dafür darf man sich nach dem Durschpielen am höchsten Schwierigkeitsgrad versuchen und massenweise (ebenfalls gut eingedeutschtes) Bonus-Material betrachten. Gestört haben mich aber auch einige (ganz wenige) Passagen, in denen fast schon der Frust die Oberhand gewann. Dennoch ist "God of War" eines der besten, wenn nicht sogar das beste PS2-Action-Adventure.
Meine Wertung: 93%

19.3.06 13:39

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