Mario & Luigi: Zusammen durch die Zeit

Nintendo DS | USK: ohne Altersbeschränkung | Nintendo



Vier Brüder durch die Zeit
Es war einmal ein weiterer schöner Tag im Pilzkönigreich. Professor I. Gidd (bekannt durch diverse Erfundungen, wie den Schreckweg 08/16, Dreckweg 08/17 und den Deppweg 08/18) hat eine Zeitmaschine gebastelt und niemand anderes als Prinzessin Peach persönlich will diese sofort ausprobieren. Doch zurück kommt nur ein mysteriöses Alien. Mario und Luigi müssen nun in der Vergangenheit nach Peach suchen und treffen dabei auf ihre jüngeren Versionen.

Nachdem man diverse Tutorials hinter sich gebracht hat, geht das Abenteuer dann auch schon los. Hauptknotenpunkt des Abenteuers ist das Schloss der Prinzessin in der Gegenwart. Von dort aus betretet ihr Zeitstrudel, um dann in der Vergangenheit an einem anderen Ort im Pilzkönigreich abgesetzt zu werden. Die zusammenhängende Oberwelt aus dem Vorgänger fehlt leider.

Zu Anfang sind die beiden Brüderpaare noch jeweils für sich unterwegs, ab einem bestimmten Punkt trennen sich die vier nur noch, um diverse Team-Rätsel zu lösen oder das andere Brüderpaar zu retten. Zum Beispiel muss Baby Mario sich mit Wasser vollpumpen, damit er eine Flamme löscht, die den großen Mario am Weiterkommen hindert. Die Rätsel sind eine nette Abwechslung vom eigentlichen Spielablauf, fordernd werden sie aber zu keiner Zeit. Meist kommt man sehr schnell an des Rätsels Lösung. Das war aber auch schon beim Vorgänger nicht anders. Dieser glänzte an einem anderen Punkt: Dem Kampfsystem.

Die Gegner sind jederzeit sichtbar, Zufallskämpfe gibt es nicht. Wer will, kann jedem Gegner aus dem Weg gehen, was aber gar nicht so klug wäre, denn die Erfahrungspunkte, die der Heldentrupp sammelt, durchaus notwendig zum Weiterkommen sind. Um einen kleinen Vorteil zu bekommen, kann man vor dem Kampf auf die Gegner draufspringen oder sie mit dem Hammer bearbeiten. Egal, wie ihr es anstellt: Sobald ihr in Kontakt mit den üblen Gesellen kommt, schaltet das Spiel in den Kampfbildschirm um.

Je nachdem, ob die Paare getrennt sind oder nicht, kämpft ihr mit zwei bzw. vier Brüdern. Wenn alle vier am Kampf beteiligt sind, dann werden die Babys von den Erwachsenen Huckepack genommen. Sollte der entsprechende Aufpasser ausgeschaltet sein, schleift die kleinere Version ihr älteres ich aus dem Bildschirm und kämpf alleine weiter. Die Kämpfe laufen rundenweise ab. Ist einer eurer Charaktere am Zug, bestimmt ihr die Angriffsart. Ihr dürft euch im fortgeschrittenen Spiel zwischen "Sprung", "Hammer", "Bros. Items" und "Items" entscheiden. Bei "Sprung" springt die entsprechende Figur auf die Gegner. Dabei solltet ihr darauf achten, bei der Landung die dem Charakter entsprechende Taste (Mario: A, Luigi: B, Baby Mario: X, Baby Luigi: Y) zu drücken. Sollte er sogar das dazugehörige Baby auf den Schultern sitzen haben, solltet ihr zuerst die Taste des Babys und dann die Taste des Charakters selbst drücken. Bei "Hammer" ziehen die Babys mit ihren Hämmern den Gegner eine ordentliche Portion über die hübsch gezeichneten Schädel. "Items" gibt euch die Möglichkeit, eure Leute zu heilen oder zu verstärken.

Die "Bros. Items" hingegen verlangen einiges an Geschick ab. Je nachdem, welches dieser Items ihr anwendet, müsst ihr, um den größtmöglichen Schaden zu erzielen, bestimmte Tasten zum richtigen Zeitpunkt drücken. Benutzt ihr zum Beispiel einen grünen Panzer, müsst ihr Mario und Luigi das Teil mit A bzw. B immer wieder zum Gegner treten lassen. Sind die Babys mit im Kampf, solltet ihr bei Ankunft des Panzers beim Gegner darüber hinaus noch die Taste des Babys drücken. Die Kombinationen werden im Spielverlauf immer schwerer, mit etwas Übung verschafft man sich so aber diverse Vorteile im restlichen Spiel.

Der Humor des Spiels schlägt mal wieder voll ein. Sei es, dass Baby Bowser nur die Aliens aus einem Dorf vertreibt, damit die Baby-Prinzessin aufhört zu schreien oder sich Baby Mario und Baby Luigi über einen Haufen Kekse hermachen. Viele Stellen zaubern einem ein Lächeln auf's Gesicht. Erfreulich ist auch, dass im Gegensatz zum Vorgänger die Brüder auch untereinander mehr (in unverständlichem Gebrabbel) reden. Anhand ihrer Gestikulation kann man aber trotz nicht verständlicher Sprache erkennen, was die vier eigentlich meinen.

Die Grafik ist nicht sonderlich verbessert worden. Bis auf ein paar Details sieht alles genauso aus, wie im Vorgänger. Der Sound ist ganz nett gemacht, Ohrwürmer sind auch einige wenige mit an Bord. Die DS-Features wurde aber leider eher mäßig genutzt. Zwar hat man den zweiten Bildschirm wirklich wunderbar verwendet (ihr seht dort entweder eine Karte, das andere Brüderpaar oder eine Erweiterung des Kampfbildschirms), Touchscreen und Mikrofon bleiben aber ungenutzt. Nur an einer einzigen Stelle im Spiel darf man den Stylus zücken. Selbst in Menüs könnt ihr mit dem Touchpen nichts anstellen.

Fazit: Nach dem wirklich gelungenen Vorgänger hat mich der zweite Teil irgendwie enttäuscht. Klar, die bewährten Elemente sind noch da, aber die Stroy ist mal wieder etwas altbacken, die DS-Features werden nicht so richtig genutzt und manchmal schwankt der Schwierigkeitsgrad zwischen kinderleicht und höllenschwer. Zumal ist das Abenteuer nach knapp 15 Stunden schon wieder vorbei. Wer den Vorgänger schon durch hat und die ein oder andere Enttäuschung verkraften kann, darf zugreifen. Allen anderen empfehle ich erst einmal den Vorgänger.

Meine Wertung: 87%

5.5.06 23:38

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