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MegaMan Battle Network 5 Double Team DS

Nintendo DS | USK: ohne Altersbeschränkung | Capcom



Neues aus der Zukunft
Auf dem GBA ging Capcom damals mit MegaMan neue Wege. Mit MegaMan Battle Network schafften es die Meister der ewigen Fortsetzungen, ein recht flottes Rollenspiel auf die Beine zu stellen. Mittlerweile ist Nintendos neuer Handheld erschienen und auch hier kommt Capcom mit MegaMan. Genauer gesagt mit dem Remake des für den GBA schon längst erhältlichen MegaMan Battle Network 5: Team Protoman und Team Colonel.

Die Story von MegaMan Battle Network 5 ist an sich relativ simpel: In einer imaginären Zukunftswelt ist alles über das Internet miteinander vernetzt. Viele sind im Besitz eines sogenannten PETs, was für PErsonal Terminal steht. In diesen PETs lebt eine KI, Net Navi gennant, die man ins Internet schicken kann, um sich dort mit anderen Net Navis zu treffen, einzukaufen oder etliche Viren zu vernichten. Lan Hikari, der von euch gesteuert wird, hat MegaMan als Net Navi. Eines schönen Tages wird er von seinem Vater, einem angesehenen Wissenschaftler, ins Labor gerufen, um ihm und seinen Freunden Mayl, Yai und Dex etwas zu zeigen. Dort angekommen werden sie jedoch von Dr. Regal, dem Feind auch dem vierten Battle Network Teil, überrascht. Bis auf Lan werden allen ihre PETs abgenommen. Nun ist es an Lan, die PETs wieder zurückzuholen und nicht zuletzt Dr. Regal aufzuhalten.

Und dafür schließt sich Lan eines von zweien Teams an: Team Colonel bzw. Team Protoman. Welchem Team er beitritt entscheidet ihr gleich am Anfang: Anstatt die beiden GBA-Spiele handlichstechnisch miteinander zu verküpfen, hat man einfach beide Module auf eine DS-Karte gepresst und euch am Anfang des Spiels die Wahl zwischen den beiden Versionen. Wer im Besitz eines der beiden GBA-Spiele ist, kann jedoch in den Befreiungsmissionen auf sogenannte Transfer-Chips zurückgreifen, um mit den Navis aus der anderen Version spielen zu können.

Das Spiel ist im Prinzip in zwei Ebenen aufgeteilt: Die reale Welt und die Cyberwelt. In der realen Welt seid ihr mit Lan unterwegs, sprecht mit diversen Personen und löst einfache "bringe Gegenstand A nach Ort B bzw. zu Person C"-Aufgaben. An bestimmten Stellen, wie etwas Lans Computer oder einem Informationsterminal, könnt ihr euch in die Cyberwelt einloggen, wo ihr die Kontrolle von MegaMan übernehmt. Dieser erledigt zwar auch die selben Aufgaben wie Lan, darf aber darüber hinaus auch kämpfen.

Bei Battle Network 5 herrscht das Zufallskampf-Prinzip: Gegner sind nicht vor dem Kampf sichtbar, kommt es dann allerdings zu Kampf, schaltet das Spiel in einen Kampfbildschirm um. Hier seht ihr MegaMan und die Feinde von der Seite. Jedem sind 3x3 Felder zugeteilt, auf denen sich die zwei Parteien bewegen können. Zu Anfang wählt ihr bis zu fünf Chips aus, sofern sie entweder den selben Namen oder den selben Chip-Code haben. Ansonsten zieht ihr halt mit weniger in die Schlacht. Sobald sich aber die Leiste am oberen bildschirmrand im Kampf gefüllt hat, dürft ihr neue Chips auswählen. Die Kampfsteuerung ist relativ simpel: Mit dem Steuerkreuz bewegt ihr euch auf euren Feldern, mit A benutzt ihr vorher ausgewählte Chips, mit B benutzt ihr MegaMans Armkanone und mit L bzw. R öffnet ihr das Chip-Menü, sofern die Anpassungsleiste gefüllt ist.

Neu an der DS-Version ist, dass ihr bis zu zwei Navis aus eurem Team mitnehmen dürft. Zwischen diesen dürft ihr dann per Druck auf den Touchscreen wecheln. Allerdings geht das nur in den Kämpfen. Ansonsten seit ihr weiterhin generell mit MegaMan unterwegs. Ebenfalls neu ist das oben schon erwähnte Transfer-Chip-Prinzip: Habt ihr ein Modul der Version, die ihr gerade nicht spielt, im GBA-Schacht oder die andere Version auf dem DS bereits durchgespielt, könnt ihr die Navis aus der anderen Version während der Befreiungsmissionen einwechseln.

Überhaupt ist das DS-Spiel mit allen vorangegangenen MegaMan Battle Network Modulen kompatibel. Je nach eingelegtem Modul erfreut ihr euch spezieller Boni für die Befreiungsmissionen. Seid ihr im Besitz von Konamis Boktai-Spielen, habt ihr ebenfalls Zugriff auf neue Inhalte: So könnt ihr mit Boktai 1 ein neues Minispiel freischalten, mit Boktai 2 könnt ihr MegaMan sogar eine neue Rüstung verpassen.

Die Grafik wurde im Vergleich zur GBA-Verolage überhaupt nicht ausgebessert. Sie wirkt für den DS eigentlich sogar lächerlich. Einziges 3D-Modell im ganzen Spiel: Der Net Navi auf dem Touchscreen. Der Sound dagegen wurde zwar verbessert, ist aber immer noch nicht ganz das Wahre. Neu für die Reihe ist eine deutsche Übersetzung, die von "ganz sauber" bis "verdammt mies" reicht. Chip-Funktionen sind schwer entzifferbar und Fehler wie "Null SpeiDat" für "No Savegame" hätten wirklich nicht sein müssen. Die zwei Bildschirme werden ganz nett verwendet. Auf dem oberen Screen ist stets die Action, auf dem unteren habt ihr das PET-Menü. Der Touchscreen findet, bis auf in Menüs, relativ wenig Verwendung. Das Mikrofon könnt ihr nur dazu benutzen, MegaMan anzufeuern, wenn er mental am Boden ist.

Fazit: MegaMan Battle Network 5 Double Team DS hat nicht nur einen verdammt langen Titel, sondern auch ein recht spaßiges Spiel dahinter. Die technische Seite ist zwar nicht so sauber und auch handelt es sich hierbei nur um ein leicht verbessertes Remake der GBA-Versionen, aber dennoch ist und bleibt es ein schön flottes und schönes Rollenspiel. Lediglich die Qualität der deutschen Texte schwankt sehr stark. Wer sich hierauf aber einlässt, ist gute 25 Stunden bestens beschäftigt.

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Mario & Luigi: Zusammen durch die Zeit

Nintendo DS | USK: ohne Altersbeschränkung | Nintendo



Vier Brüder durch die Zeit
Es war einmal ein weiterer schöner Tag im Pilzkönigreich. Professor I. Gidd (bekannt durch diverse Erfundungen, wie den Schreckweg 08/16, Dreckweg 08/17 und den Deppweg 08/18) hat eine Zeitmaschine gebastelt und niemand anderes als Prinzessin Peach persönlich will diese sofort ausprobieren. Doch zurück kommt nur ein mysteriöses Alien. Mario und Luigi müssen nun in der Vergangenheit nach Peach suchen und treffen dabei auf ihre jüngeren Versionen.

Nachdem man diverse Tutorials hinter sich gebracht hat, geht das Abenteuer dann auch schon los. Hauptknotenpunkt des Abenteuers ist das Schloss der Prinzessin in der Gegenwart. Von dort aus betretet ihr Zeitstrudel, um dann in der Vergangenheit an einem anderen Ort im Pilzkönigreich abgesetzt zu werden. Die zusammenhängende Oberwelt aus dem Vorgänger fehlt leider.

Zu Anfang sind die beiden Brüderpaare noch jeweils für sich unterwegs, ab einem bestimmten Punkt trennen sich die vier nur noch, um diverse Team-Rätsel zu lösen oder das andere Brüderpaar zu retten. Zum Beispiel muss Baby Mario sich mit Wasser vollpumpen, damit er eine Flamme löscht, die den großen Mario am Weiterkommen hindert. Die Rätsel sind eine nette Abwechslung vom eigentlichen Spielablauf, fordernd werden sie aber zu keiner Zeit. Meist kommt man sehr schnell an des Rätsels Lösung. Das war aber auch schon beim Vorgänger nicht anders. Dieser glänzte an einem anderen Punkt: Dem Kampfsystem.

Die Gegner sind jederzeit sichtbar, Zufallskämpfe gibt es nicht. Wer will, kann jedem Gegner aus dem Weg gehen, was aber gar nicht so klug wäre, denn die Erfahrungspunkte, die der Heldentrupp sammelt, durchaus notwendig zum Weiterkommen sind. Um einen kleinen Vorteil zu bekommen, kann man vor dem Kampf auf die Gegner draufspringen oder sie mit dem Hammer bearbeiten. Egal, wie ihr es anstellt: Sobald ihr in Kontakt mit den üblen Gesellen kommt, schaltet das Spiel in den Kampfbildschirm um.

Je nachdem, ob die Paare getrennt sind oder nicht, kämpft ihr mit zwei bzw. vier Brüdern. Wenn alle vier am Kampf beteiligt sind, dann werden die Babys von den Erwachsenen Huckepack genommen. Sollte der entsprechende Aufpasser ausgeschaltet sein, schleift die kleinere Version ihr älteres ich aus dem Bildschirm und kämpf alleine weiter. Die Kämpfe laufen rundenweise ab. Ist einer eurer Charaktere am Zug, bestimmt ihr die Angriffsart. Ihr dürft euch im fortgeschrittenen Spiel zwischen "Sprung", "Hammer", "Bros. Items" und "Items" entscheiden. Bei "Sprung" springt die entsprechende Figur auf die Gegner. Dabei solltet ihr darauf achten, bei der Landung die dem Charakter entsprechende Taste (Mario: A, Luigi: B, Baby Mario: X, Baby Luigi: Y) zu drücken. Sollte er sogar das dazugehörige Baby auf den Schultern sitzen haben, solltet ihr zuerst die Taste des Babys und dann die Taste des Charakters selbst drücken. Bei "Hammer" ziehen die Babys mit ihren Hämmern den Gegner eine ordentliche Portion über die hübsch gezeichneten Schädel. "Items" gibt euch die Möglichkeit, eure Leute zu heilen oder zu verstärken.

Die "Bros. Items" hingegen verlangen einiges an Geschick ab. Je nachdem, welches dieser Items ihr anwendet, müsst ihr, um den größtmöglichen Schaden zu erzielen, bestimmte Tasten zum richtigen Zeitpunkt drücken. Benutzt ihr zum Beispiel einen grünen Panzer, müsst ihr Mario und Luigi das Teil mit A bzw. B immer wieder zum Gegner treten lassen. Sind die Babys mit im Kampf, solltet ihr bei Ankunft des Panzers beim Gegner darüber hinaus noch die Taste des Babys drücken. Die Kombinationen werden im Spielverlauf immer schwerer, mit etwas Übung verschafft man sich so aber diverse Vorteile im restlichen Spiel.

Der Humor des Spiels schlägt mal wieder voll ein. Sei es, dass Baby Bowser nur die Aliens aus einem Dorf vertreibt, damit die Baby-Prinzessin aufhört zu schreien oder sich Baby Mario und Baby Luigi über einen Haufen Kekse hermachen. Viele Stellen zaubern einem ein Lächeln auf's Gesicht. Erfreulich ist auch, dass im Gegensatz zum Vorgänger die Brüder auch untereinander mehr (in unverständlichem Gebrabbel) reden. Anhand ihrer Gestikulation kann man aber trotz nicht verständlicher Sprache erkennen, was die vier eigentlich meinen.

Die Grafik ist nicht sonderlich verbessert worden. Bis auf ein paar Details sieht alles genauso aus, wie im Vorgänger. Der Sound ist ganz nett gemacht, Ohrwürmer sind auch einige wenige mit an Bord. Die DS-Features wurde aber leider eher mäßig genutzt. Zwar hat man den zweiten Bildschirm wirklich wunderbar verwendet (ihr seht dort entweder eine Karte, das andere Brüderpaar oder eine Erweiterung des Kampfbildschirms), Touchscreen und Mikrofon bleiben aber ungenutzt. Nur an einer einzigen Stelle im Spiel darf man den Stylus zücken. Selbst in Menüs könnt ihr mit dem Touchpen nichts anstellen.

Fazit: Nach dem wirklich gelungenen Vorgänger hat mich der zweite Teil irgendwie enttäuscht. Klar, die bewährten Elemente sind noch da, aber die Stroy ist mal wieder etwas altbacken, die DS-Features werden nicht so richtig genutzt und manchmal schwankt der Schwierigkeitsgrad zwischen kinderleicht und höllenschwer. Zumal ist das Abenteuer nach knapp 15 Stunden schon wieder vorbei. Wer den Vorgänger schon durch hat und die ein oder andere Enttäuschung verkraften kann, darf zugreifen. Allen anderen empfehle ich erst einmal den Vorgänger.

Meine Wertung: 87%

Mario & Luigi: Superstar Saga

GameBoy Advance | USK: ohne Altersbeschränkung | Nintendo


Mit Pilz, Bohnen und Reisepass
Es war einmal ein friedlicher Tag im Pilzkönigreich. Doch dann geschah etwas schreckliches. Was? Ihr glaubt jetzt echt, das Prinzessin Peach schon wieder von Bowser entführt wurde? Aber nicht doch. Zum einen heißt der neue Feind Lugmilla, zum anderen wurde "lediglich" die liebliche Stimme der Pilz-Prinzessin gestohlen. Wäre ja an sich nichts schlimmes, wenn sie nur nicht bei jedem Versuch, etwas zu sagen, die gesamte nähere Umgebung sprengen würde. Da selbst Bowser sie so nicht entführen will, tut er sich mit Mario und Luigi zusammen. Mit dem Koopa Jet geht es ab in fremdes Gebiet: Das Bohnenland. Und wie im Pilzkönigreich Pilze rumlaufen, sind im Bohnenland sprechende Bohnen unterwegs. Der Grundstein für ein ungewöhnliches Mario-Abenteuer ist also gelegt... Anders als die momentan grasierende Mario-Sportspiel-Welle gibt sich "Superstar Saga" als waschechtes Rollenspiel. Allerdings nicht ohne einen gewissen Mario-Touch. Auf euren Streifzügen durch die Landschaft müsst ihr nämlich nicht nur diverse Feinde besiegen, sondern auch kleinere Geschicklichkeitspassagen überstehen. Anfangs haben die beiden Protagonisten nur den einfachen Sprung-Befehl auf Lager. Im Spielverlauf lernen sie noch Variationen wie etwa den Wirbelsprung, hauen mit Hämmern Steine aus dem Weg und setzen sich gegeseitig in Brand. Alle Aktionen werden auch für diverse kleinere Rätsel benötigt. So faltet ihr zum Beispiel Mario mit dem Hammer so zusammen, dass er durch enge Passagen kommt, um dort einen Schalter zu aktivieren, mit dem er eine Tür öffnet. Tatsächlich sind die Rätsel allesamt ganz nett, aber nicht allzu schwer. Hauptaugenmerk sind eindeutig die Kämpfe. Feinde sind vor dem Kampf jederzeit sichtbar: Wer nicht kämpfen will, geht ihnen einfach aus dem Weg. Jedoch sollte man Kämpfen, denn jeder Kapmf bringt wertvolle Erfahrungspunkte und Geld. Habt ihr einen Feind berührt, schaltet das Spiel zu einem Kampfbildschirm um. Anfangs kann man nur auf Gegner springen, aber wie auch auf der Oberwelt lassen sich im späteren Verlauf auch Hammer- und Feuer-Angriffe gegen die Feindesbrut einsetzen. Wobei manche Gegner aber fast schon zu knuddelig aussehen, um ihnen eins überbraten zu können. Aber sobald ihr eurem Charakter das Kommando erteilt habt, ist euer Part noch nicht vorbei. Mit ein wenig Geschick und gutem Reaktionsvermögen lassen sich die Angriffe noch um einiges verstärken. Timing ist auch bei den Paar-Attacken notwendig. Sobald ihr so eine eingeleitet habt, werden euch Tasten eingeblendet, die ihr drücken sollt. Schafft ihr das nicht, fällt der Schaden eher gering aus. Selbst wenn ihr nicht am Zug seid, könnt ihr eingreifen. Wer im richtigen Moment springt oder den Hammer niedersegeln lässt, kann Angriffe abwehren oder sogar kontern. Genau deshalb ist es wichtig, sich die Angriffsmuster der Gegner einzuprägen. Das gilt vor allem für die Bosskämpfe, denn ohne ein wenig Geschick sind diese wirklich nur schwer zu überstehen. Habt ihr in den Kämpfen genug Erfahrungspunkte gesammelt, steigen die beiden Helden einen Level auf und erhöhen ihre Statistiken. Darüber hinaus dürft ihr noch einen Punkt auswählen, der einen kleinen Punktebonus bekommen soll. Eine weitere Besonderheit des Spiels ist der Humor. Gerade die Tatsache, dass Mario der bekanntere der beiden Brüder ist, wird laufend auf die Schippe genommen. Und wenn Luigi wider Willen mit auf Bowsers Koopa Jet kommt, bleibt kein Auge trocken. Leider hat auch dieses Spiel Schwächen. So könnte der Schwierigkeitsgrad etwas höher sein und der Umfang etwas größer. Die Grafik des Spiels ist in Ordnung und präsentiert sich im Mario-typischen Comic-Stil. Der Soundtrack ist ebenfalls gelungen und wartet mit typischen Mario-Melodien auf.
Fazit: "Mario & Luigi: Superstar Saga" ist ein sehr witziges, aber leider viel zu kurzes und zu leichtes Rollenspielabenteuer. Dafür überzeugt es mit dem sehr coolen Kampfsystem sowie dem tollen Humor. Und obwohl es in der Story mal wieder um die Prinzessin geht, ist sie doch um einiges besser geraten, als in vorangegangenen Mario-Jump'n'Runs. So kann ich "Superstar Saga" jedem ans Herz legen, der mal ein etwas anderes Mario-Spiel spielen möchte oder etwas für Rollenspiele übrig hat.
Meine Wertung: 90%

Mario Kart DS

Nintendo DS | USK: ohne Altersbeschränkung | Nintendo


Schildkröte im Tiefflug!
Mario Kart geht in die nächste Runde. Nachdem bei Double Dash zwei Fahrer in einem Kart platz nehmen durften, geht es jetzt wieder zurück zu den Wurzeln. Ihr sucht euch aus einem der acht Fahrer einen aus und tretet im Grand Prix, Time Attack, Versus und dem neuen Missions-Modus an. Beim Grand Prix ist eigentlich alles wie gehabt. Ihr dürft euch zwischen drei Klassen und (zu Anfang) vier Cups entscheiden. Die Cups werden in dieser Episode in "Nitro" und "Retro". Die "Retro"-Cups enthalten Strecken aus den Vorgänger-Mario-Karts. Dort tretet ihr auf Strecken wie etwa dem "Luigi Circuit" aus "Mario Kart Super Circuit" oder "Donut Plains" aus "Super Mario Kart" an. Die "Nitro"-Klasse enthält 16 neue Strecken, auf denen ihr euch bekriegen könnt. Der Versus-Mdous ist ein freies Rennen. Ihr konkuriert gegen sieben CPU-Fahrer auf einer Strecke eurer Wahl und könnt so zum Beispiel ausprobieren, welcher Charakter in welchem Kart euch am Besten liegt. Das Zeitfahren sollte ja bekannt sein: Ihr fahrt auf einer Strecke eurer Wahl so schnell wie nur möglich. Habt ihr die Strecke absolviert, könnt ihr die Bestzeit als Geist speichern. Größte Neuerung im Einzelspielermodus ist wohl der Missionsmodus. Hier erfült ihr kleine Rennaufgaben wie "Fahre durch die nummerierten Tore" oder "Schnapp dir alle Münzen". Hin und wieder werden auch kleine Bosskämpfe eingestreut. Im Rennen selbst geht alles nach gewohnter Mario-Kart-Manier ab. Mit A gebt ihr Gas, B dient zum bremsen, X bzw. L dienen zum Item-Einsatz, mit R könnt ihr einen kleinen Sprung hinlegen, um anschließend zu driften und ein Druck auf den Touchscreen oder die Y-Taste ändert den Karten-Modus. Auf dem oberen bildschirm findet die Rennaction statt. Hier habt ihr alle nötigen Anzeigen wie etwa eigene Postionierung und momentanes Item. Auf dem unteren Bildschirm seht ihr die Positionierung aller Fahrer, deren Items sowie die Streckenkarte. Diese könnt ihr in zwei Versionen einblenden lassen: Die Totale, bei der die ganze Strecke angezeigt wird und einen Ausschnitt, der nur euer direktes Umfeld, aber dafür auch auf der Strecke befindliche Objekte anzeigt. Highlight von Mario Kart ist und bleibt, trotz des Umfangreichen EInzelspieler-Teil, der Multiplayer-Modus. Hier könnt ihr selbst mit nur einer DS-Karte bis zu acht Spieler versorgen. Allerdings ist im Einzelkartenspiel eure Auswahl etwas eingeschänkt. So dürft ihr im Versus nur aus den erstem Cup des "Retro"- und "Nitro"-Grand-Prix wählen. Spieler, die ohne Mario-Kart-Modul antreten, müssen sich darüber hinaus mit ShyGuy begnügen, während der Spieler mit Karte seinen Charakter auswählen darf. Aber anders als im Einzelmodulsspiel von "Mario Kart Super Circuit" dürft ihr selbst mit einer Karte die Kampfmodi "Ballon-Balgerei" und "Insignien-Raser" spielen. Und falls ihr weniger als acht Spieler seid, könnt ihr CPU-Fahrer hinzuschalten. Neuerung beim Multiplayer: Nun könnt ihr endlich auch online spielen. Dazu müsst ihr entweder W-LAN im Hause haben, euch zu einem HotSpot begeben oder euch den 40 Euro teuren WiFi-USB-Adapter kaufen. Zum Online-Mudos kann ich jedoch nichts sagen, da ich ihn noch nicht ausprobieren konnte. Sobald ich jedoch die Gelegenheit dazu erhalte, reiche ich einen Online-Test nach. Die Grafik von Mario Kart Ds zeigt, dass der DS nicht nur matschige Texturen darstellen kann. Lediglich das leichte Kantenflimmern trübt den optischen Eindruck ein wenig. Der Sound hat fast schon Orhwurmcharakter und stört zu keiner Zeit. Die DS-Features wurden eher mäßig genutzt: Der Touchscreen kommt nur in Menüs zum EInsatz, der zweite Bildschirm dient "lediglich" zum Auslagern der Streckenkarte. Das Mikrofon findet nur bei "Ballon-Balgerei" verwendung. Dort könnt ihr nämlich die Ballons selber aufpusten.
Fazit: Mario Kart DS gehört in jede gut sortierte DS-Sammlung. Ein umfangreicher Einzelspieler-Part und ein gewohnt superber Multiplayermodus sorgen dafür, dass es für Rennspielfreunde keinen Weg an Mario Kart vorbei gibt. Zwar werden auch bei diesem Spiel die DS-Funktionen eher mäßig ausgenutzt, wirklich stören tut das jedoch nicht. Denn auch hier gilt: Lieber etwas vorsichtig mit den DS-Features anstatt am Ende das ganze Spiel zu versauen.
Meine Wertung: 91%

Naruto: Saikyo Ninja Daikesshu 3 for DS

Nintendo DS | USK: noch nicht geprüft | Tomy


Erwecke das Fuchsungeheuer in dir...
Eigentlich sollte die Chu-Nin-Prüfung ja ruhig ablaufen. Doch da hat das ninja-Dorf Konoha die Rechnung nicht mit Orochimaru und seinen Gefolgsleuten gemacht. Diese haben übles im Schilde und das unter anderem sogar mit Sasuke Uchiha. Nur machen sich die Prüflinge auf, Orochimaru in die Schranken zu weisen. Vor jedem der sechs Level wählt ihr einen Charakter aus, den ihr für den Level steuert, und zwei, die auf Touchbefehl Hilfe leisten. In den Leveln lauft ihr von links nach rechts, pustet reihenweise Gegnern das Lebenslicht aus, übersteht einige Sprungpassagen und arbeitet euch so bis zum Levelboss vor. Mit A wird dabei gesprungen, mit B könnt ihr zum Sprint ansetzen. Y dient zum Schlagen udn mit X könnt ihr diverse Wurfgeschosse wie etwa Kunai benutzen. Mit der L-Taste greift ihr auf das "Chakra" eures Charakters zu. Werdet ihr bei gedrücker L-Taste angegriffen, verteidigt ihr auf kosten von etwas Chakra. Ist euer Chakrabalken ganz gefüllt, könnt ihr einen Spezialangriff vom Stapel lassen, der euer ganzes Chakra verbraucht. Aber keine Sorge, es regeneriert sich nämlich mit der Zeit. Doch wenn ihr euren Charakter einen Spezielangriff ausführen lassen wollt, müsst ihr noch mehr tun. Jeder spielbare Charakter hat drei Spezialangriffe in petto. Welchen Angriff ihr verwendet, hängt davon ab, wie gut ihr die auf dem Touchscreen aufleuchtenden Flammen mit dem Touchpen im Kreis drehen könnt. Danach müsst ihr nur noch die richtigen Zeichen in richtiger Reihenfolge antippen und schon klatscht ihr die Gegner wie Fliegen vom Bildschirm. Ruft ihr die Unterstützungscharaktere zur Hilfe entfällt das Minispiel mit den Flammen. Je nach Charakter müsst ihr allerdings noch weitere Kleinigkeiten machen. Um Sasukes "Kunst der flackernden Feuerkugel" einzusetzen, müsst ins Mikro pusten, und mit Neji müsst ihr auf dem Touchscreen die "Tenketsu" (Chakralöcher) antippen. Die Grafik ist eher zweckmaßig und präsentiert sich in schlichtem und eher abwechslungsarmen 2D. Der Sound weiß teilweise zu überzeugen. Einige Musikstücke gehen in Ordnung, andere jedoch sind kaum besser als Fahrstuhlmusik. Hinzu kommt, dass das Spiel durch die etwas schwierige Sprungsteuerung teilweise recht schwer werden kann. Und wenn ihr in der Luft getroffen werdet, fliegt ihr so lange bewegungsunfähig, bis ihr auf den Boden aufkommt. Je nach Fallhöhe kann das ziemlich nervig werden. Der zweite Bildschirm wird eher Zweckmaßig genutzt. Entweder ziert ihn bei Einsatz von Spezialangriffen ein Charakterartwork oder nur die aktuelle Punktzahl, Anzahl der Leben und die Hilfscharaktere. Der Touchscreen und das Mirkrofon werden nur in kleinen Spielereien genutzt,
Fazit: Wäre es nicht Naruto, hätte dieses Spiel keine Existenzberechtigung. Denn im Prinzip ist es nichts weiter als guter Durchschnitt. Die Grafik ist nicht gerade die Offenbarung, der Touchscreen wird nur für kleine Minispielchen genutzt und teilweise ist das Spiel schon fast unfair schwer. Hinzu kommt auch noch der recht magere Umfang: Die 6 Level hat man fast schon im Nu durch. Eine Empfehlung kann ich eigentlich nur an die Aussprechen, die unbedingt ein unkompliziertes Naruto-Spiel für ihren DS haben wollen.
Meine Wertung: 71%

Metal Gear Solid 3: Snake Eater

PlayStation 2 | USK: ab 16 Jahren | Konami


Snake in the Grass
Metal Gear Solid 3: Snake Eater hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Und das liegt vor allem am genialen Anfang. Ihr beginnt das Spiel in der Rolle des Einzelkämpfers "Naked Snake", der 1964 in der UdSSR nach dem Wissenschaftler Sokolov suchen soll. Nach ein bis zwei Stunden findet ihr ihn auch, nur wird Sokolov wieder vom Feind zurückerobert und Snake liegt mit gebrochenen Knochen an einem Fluss. Dort wird er wieder abgeholt, der Vorspann wird abgespielt und eine Spielwoche nach diesem Vorfall wird Snake abermals losgeschickt, um Sokolov zu retten, denn der arbeitet gerade unfreiwillig für die Russen an einem Panzer, der von jedem Ort eine Atomrakete an jeden Ort feuern kann: Der Shagohod. Mehr möchte ich nicht zu der spannenden Story um Naked Snake verraten. Ihr schleicht euch bei MGS 3 durch Dschungelgebiete, feindliche Basen und Waffen-Laboratorien, nur um euer Ziel zu erfüllen. Ob ihr schleicht oder Dauerfeuer einschaltet, ist auf leichtem Schwierigkeitsgrad noch euch überlassen. Auf höheren Stufen solltet ihr aber eher auf lautloses Vorgehen setzten. Der Radar aus den Vorgängern ist weggefallen, deswegen müsst ihr euch genau in eurer Umgebung umsehen und auf den Tarnindex achten. Der Tarnindex zeigt, wie gut ihr für eure Gegner sichtbar seit. Das geschieht im Zusammenspiel eurer Kleidung und Gesichtsbemalung mit der Umgebung. Die Schneeuniform ist zum Beispiel quasi nutzlos bei dunklem Hintergrund. Auch entscheident ist dabei, wie schnell ihr euch bewegt und ob ihr liegt oder steht. Bei einem Tarnindex von 80% können die Gegner manchmal schon Probleme dabei haben, euch auszumachen. Und das selbst, wenn ihr beinahe vor ihnen steht. Highlight bei MGS 3 sind, wie bei den Vorgängern, natürlich die furiosen Bosskämpfe. Der mit Hornissen kämpfende The Pain, Scharfschütze The End, Hochspannungskasten Volgin oder der Dauergast der MGS-Reihe Ocelot wollen sich mit Snake anlegen. Jeder Gegner muss mit einer bestimmten Taktik besiegt werden. Um The Pains Hornissen auszuweichen, muss man beispielsweise ins Wasser springen. Apropos Wasser: Wie lange ihr euch im Wasser aufhalten könnt, ohne das euch die Luft ausgeht, wie lange ihr euch an Kanten halten könnt oder ob ihr ruhig zielen könnt, ist von Snakes Ausdauer abhängig. Um Ausdauer zu regenerieren müsst ihr entweder das Spiel speichern und später weiterspielen oder ihr geht auf die Jagd und fangt euch eure Nahrungsmittel. Dabei ist zu beachten, dass tote Tiere in eurem Inventar mit der Zeit verfaulen können. Und da gibt es aus meiner Ansicht einen Kritikpunkt: Nahrung verfault auch, wenn ihr nicht spielt. Das heißt, wenn ihr euer Inventar mit toten Schlangen gefüllt habt und dann erst nach 2 bis 3 Tagen weiterspielt, könnt ihr theoretisch euer ganzes Nahrungslager wegschmeißen. Theoretisch aber nur. Ihr könnt auch die Nahrungslager der Gegner sprengen. Dadurch werden die Wachen hungrig. Jetzt kann man ihnen verfaulte Nahrung vor die Füsse werfen. Bekommt ihnen nicht wirklich gut. Die Grafik ist wunderbar, es kommt ein hervorragendes Dschungel-Feeling rüber. Leider sind einige Texturen in Gebäuden etwas schwach, die detaillierten Charaktermodelle gleichen das aber wieder aus. Der Sound ist hervorragend. Von ruhigen Klängen bis hin zu fetziger Musik ist fast alles vertreten und untemalt das Geschehen auf dem Bildschirm perfekt. Nach erstem Durchspielen werden Bosskampfmodus und Filmbetrachter freigeschaltet, der Bonus-Spielmodus "Schlange gegen Affe", wo man die Affen aus Sonys "Ape Escape" einfangen, muss sorgt ebenfalls für etwas Abwechslung. Aber das Spiel ist voller kleiner Gags, so dass sich mehrere Durchgänge durchaus lohnen.
Fazit: MGS 3 ist ein spitzen Spiel! Das Spiel hat mich vom Intro bis zum finalen Kampf fasziniert und ist jeden Cent, den ich für dieses Meisterwerk des Hideo Kojima ausgegeben habe, wert. Dieses Spiel hat eine unbeschreiblich dichte Atmosphäre, macht tierisch viel Spaß und ist mit Geheimnissen und kleinen Gags nur so zugepflastert. Funkt zum Beispiel mal Para-Medic an, wenn ein Blutegel Snakes Körper ziert oder beginnt ein Gespräch mit Sigint, wenn die Schlange im Karton steckt. Ein Spiel wie kein anderes. Pflichtkauf!
Meine Wertung: 94%