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Elite Beat Agents / Osu! Tatakae! Ouendan

Nintendo DS | USK: ab 6 Jahren/nicht geprüft | Nintendo


Agents are... OUENDAN!!!

Da wir es hier gleich mit zwei Spielen zu tun haben, wollte ich diese Review nicht alleine schreiben. Stattdessen habe ich mir zwei Co-Tester dazugeladen. Wir haben hier Agent "J" aus "Elite Beat Agents" und Ippongi Ryuta aus "Osu! Tatakae! Ouendan". Diese beiden werden uns jetzt ersteinmal was über ihre Spiele erzählen.

J: Okay, bei "Elite Beat Agents" und "Osu! Tatakae! Ouendan" handelt es sich um Musik-Spiele. Daher setzt ihr euch besser einen Kopfhöhrer beim Rocken auf oder dreht die Lautstärke so hoch wie es nur geht!
Ryuta: Richtig, sonst habt ihr nämlich kaum eine Chance, die Spiele zu schaffen. Alles ist auf den Rythmus ausgelegt. Ohne den läuft hier gar nichts.
J: Aber denkt gar nicht, dass wir einfach nur so aus Spaß auf dem Touchscreen herumtanzen! Wir haben diverse Aufgaben zu erfüllen. Schließlich brauchen Menschen auf der ganzen Welt Hilfe.
Ryuta: Wir Ouendan (japanische Cheerleader) beschränken uns auf den japanischen Raum. Ganze 15 Aufträge sammeln sich dabei an, die wir mit musikalischer Begleitung aus dem J-Pop/Rock-Bereich erfüllen sollen.
J: Die Elite Beat Agents sind dagegen ein wenig gefragter. Satte 19 Aufträge warten auf uns nit Musikstücken, die die Leute wenigstens auch kennen können, ohne japanophil zu sein.
Ryuta: Das mag sein, dafür stammt aber eure Trackliste mit Liedern wie Avril Lavignes "Sk8er Boi" und "YMCA" von Village People größtenteils aus der Vergangenheit.
J: Ach komm, als ob "Ready Steady Go!" von L'Arc~En~Ciel und "Shanghai Honey" von Orange Range deutlich jünger wären... Außerdem passt "YMCA" richtig gut zu so einer Art von Spiel.
Ryuta: Und was ist mit den Geschichten? Ich gebe es zu, es gibt einige bei euch, die richtig gut zum Lied passen, aber "YMCA" zur Schatzsuche? Oder erst das Abschlusslied...
J: Hey, verrat doch nicht gleich zuviel! Es kommt ja nicht immer darauf an, ob die Geschichte zum Lied passt, sondern ob die kleinen Zwischensequenzen lustig sind. Und das sind sie auf jeden Fall. Außerdem kann man sie bei uns wenigstens verstehen, ohne je Japanisch gelernt zu haben.
Ryuta: Glaubst du, dass wäre bei uns anders? Bildersprache, mein Freund. Bildersprache. Man kann die Gags auch sehr gut verstehen, ohne den eigentlichen Text lesen zu können. Das ist eine Kunst.
J: Okay, gutes Argument. Aber funktionieren die Lieder wenigstens auch richtig mit dem eigentlichen Spiel?
Ryuta: Natürlich. Das Herumgetippe auf dem Touchscreen mag zwar einfach aussehen, ist aber stets auf den Takt des Lieds abgestimmt, wenn auch mit ein paar kleinen Gemeinheiten angereichert.
J: Also gibt es bei euch wie bei uns wohl ein paar Stellen, die einem leicht anderen Takt folgen, was?
Ryuta: So ist es.
J: Hehe, und da soll noch jemand sagen, dass das Antippen von Punkten, Abfahren von Linien und drehen von Kreiseln in der richtigen Reihenfolge langweilig sein. Hier machen wir es zur Herausforderung.
Ryuta: Und wenn es nicht beim ersten Mal klappen sollte, muss man es halt nochmal versuchen. Ein richtiger Ouendan gibt nicht so schnell auf!
J: Ebenso kein Elite Beat Agent. Übung macht den Meister und nur Meister können die Welt retten.
Ryuta: Es ist aber nicht so, dass wir absolut unfair wären. Satte vier Schwierigkeitsgrade bieten wir, von "Ideal für Einsteiger" bis "Ultimative Herausforderung".
J: Als wenn wir sowas nicht bieten würden. Schließlich wollen wir die Nachwuchs-Agenten nicht von vornerein abschrecken.
Ryuta: Profis können dagegen versuchen, alle Lieder auf den S-Rang zu bringen und ihren Ouendan-Rang auf das Maximum zu bringen. Das sorgt trotz "nur" 15 Songs für Dauermotivation.
J: Und was bringen die Ränge?
Ryuta: Was meinst du?
J: Bringt es den Leuten irgendwas, wenn sie einen höheren Ouendan-Rang erreichen?
Ryuta: Nein... Außer das Gefühl, wirklich großartig in dem Spiel zu sein.
J: Ihr Cheerleader solltet echt noch mal was von uns lernen. Mit höheren EBA-Rängen steigt nämlich bei uns das Ansehen und bis zu vier Bonus-Aufträge werden zusätzlich zu den 15 Standart-Aufträgen freigeschaltet.
Ryuta: Gibt es sonst noch etwas, indem du dich uns überlegen fühlst?
J: Natürlich. Ein Replay-Modus. Schau mal, bei euch können die Anwärter die beste Performance auf die Reihe legen, diese aber nicht abspeichern, um sie bei Gelegenheit ihren Freunden zu zeigen. Bei uns ist das möglich.
Ryuta: Ein Rplay-Modus... Na und?
J: Wir haben auch noch einen Multiplayer-Modus.
Ryuta: Das ist doch nichts neues. Den haben wir auch.
J: Single-Card?
Ryuta: Nur Demo.
J: Siehst du, da haben wir Agenten wieder die Nase vorn. Mit nur einem Modul können wir bis zu vier Spieler unterhalten. Haben mehrere Spieler ein Modul, können sie untereinander Replays austauschen und kooperativ spielen. Leider haben wir nur fünf Lieder aus den Aufträgen in den Mehrspielermodus retten können, diese dafür aber geschichtentechnisch angepasst.
Ryuta: Nun gut, da habt ihr uns was voraus. Aber man muss auch bedenken, dass wir schon viel länger im Einsatz sind als ihr. Und bis auf diese Details habt ihr zum Beispiel technisch gar nichts verbessert.
J: Was will man denn auch verbessern? Die Songs sind zwar nicht das Original, aber sehr gut nachgespielt, sodass kaum ein Unterschied auffällt. Die Musikqualität war doch auch schon bei euch in Ordnung, besonders mit Kopfhörer. Warum daran noch rumschrauben?
Ryuta: Da ist was dran. Und zu was für einem Fazit kommen wir nun?
J: Das überlassen wir doch mal lieber unserem Gastgeber.
Ryuta: Okay. Osu!

Fazit: Da die beiden jetzt mir wieder das Wort überlassen haben, hier das Fazit: Sowohl "Elite Beat Agents" als auch "Osu! Tatakae! Ouendan" sind kaufenswert. Letzteres ist allerdings ausschließlich über den Importweg beziehbar. Wenn es um den Umfang und den Multiplayer-Modus geht, sollte man besser zu "Elite Beat Agents" greifen. Mir persönlich gefiel allerdings die Musikauswahl bei "Ouendan" besser. Im besten Falle sollte man sich aber beide Spiele zulegen, "EBA" ist mehr Nachfolger als stupide Umsetzung von "Ouendan". Wer auf Musikspiele steht und dem schrägen Comic-Stil was abgewinnen kann, muss hier einfach zugreifen. Mehr Spielspaß geht kaum.

Meine Wertung: 90%



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F-Zero: GP Legend

GameBoy Advance | USK: ohne Altersbeschränkung | Nintendo


3... 2... 1... GO!!!
F-Zero GP Legend versucht, das Spielsystem von F-Zero X und vor allem F-Zero GX auf den GBA zu bringen. An Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger findet sich da zum Beispiel die Rempel-Attacke. Allen voran steht der Story-Modus. Anfangs könnt ihr nur die Story von Rick Wheeler spielen. Nach und nach schaltet ihr sieben weitere Story-Stränge frei, wie etwa die von Captain Falcon oder Lisa Brilliant. Jeder Charakter muss insgesamt fünf Missionen überstehen. Allerdings sind (bis auf die Missionen eines Charakters) die Aufträge nicht wirklich schwer. Im Vergleich mit dem hammerharten Story-Modus von F-Zero GX wirkt der Schwierigkeitsgrad dieser Version schon fast lächerlich. Dann stören noch an dem Story-Modus die Storys an sich. Bis auf eine einzige kommt mir keine wirklich abgeschlossen vor und wirft mehr fragen auf, als sie beantworten soll. Darüber wird man wohl erst in F-Zero Climax mehr erfahren, dessen Europa-Release-Termin momentan noch in den Sternen steht. Abseits des Story-Modus gibt es aber noch den altbekannten Gran Prix-Modus. Aber auch hier hat sich was geändert: Einmal ist der Modus in die bekannten Schwierigkeitsstufen unterteilt, dann aber noch mal in verschiedene Cups (Bronze, Silber und Gold). Zu jedem Cup gehören fünf Strecken. Der ausgewählte Schwierigkeitsgrad wirkt sich nur auf das Gegnerverhalten aus. Der Fuhrpark ist auch deutlich an die 3D-Teile angelegt: Über 30 Maschinen warten darauf, von euch gefahren zu werden. Allerdings hat die Sache natürlich auch einen Haken. Der Großteil der Gleiter müsst ihr erst freischalten. Noch erwähnenswert unter den Modi wäre noch der Zero-Test. Was nach einer Art Beta-Version des Spiel klingt, ist ein Modus mit 48 Herausforderungen. Hier müsst ihr bestimmte Streckenteile in einer festgelegten Zeit schaffen. Selbst die Maschine ist euch vorgegeben. Ab der B-Klasse wird der Zero-Test richtig fordernd und entschädigt den etwas lahmen Story-Modus ein wenig. Ferner gibt es noch Zeitfahren und Training, aber da hat sich nichts getan. Das Spiel lässt sich mit bis zu vier Spielern gleichzeitig zocken. Wenn dabei allerdings nur ein Modul im Spiel ist, könnt ihr nur eine Strecken und eine Maschine benutzen. Der Rennverlauf erinnert von Streckendesign an das SNES-F-Zero und F-Zero Maximum Velocity. Doch anstatt pro Runde einen Boost zu kriegen, könnt ihr, ganz wie in F-Zero X und GX,, auf kosten eures Energiebalkens den Boost ab der zweiten Runde jederzeit einsetzen. Die Fahrzeugkontrolle ist gut gelungen. Ihr habt soziemlich jederzeit das Gefühl, euer Gefährt voll unter Kontrolle zu haben. Die Grafik ist, wie beim Vorgänger Maximum Velocity, etwas eintönig. Die Umgebung oder gar die Strecken wirken nicht allzu schön. Aber davon sieht man bei dem Spieltempo sowieso recht wenig. Der Sound ist absolut klasse und die Melodien gehen ins Ohr. Die Steuerung ist, wie schon geschrieben, gut gelungen.
Fazit: F-Zero GP Legend ist das F-Zero, das ich mir schon mit Maximum Velocity gewünscht habe. Es ist spaßig, leicht zugänglich und doch fordernd. Der Story-Modus hätte zwar noch überarbeitet werden müssen, aber trotzdem ist mit dem Gran Prix oder dem Zero-Test für Langzeitmotivation gesorgt. Alles in allem ein gutes Rennspiel mit kleinen Macken in Sachen Story-Modus und Schwierigkeitsgrad.
Meine Wertung: 89%