CD

Dragon Quest - Die Reise des verwunschenen Königs

PlayStation 2 | USK: ab 6 Jahren | Square Enix


Fluchaufhebung für Fortgeschrittene

Es war einmal ein König. Dieser und seine Tochter wurden von einem Hofnarren verflucht. Der König ist nun ein kleines grünes Monster, die Prinzessin ein Pferd. Der Fluch, den der Narr namens Dhoulmagus auf das Schloss des Königs legte, setzte alle im Schloss außer Gefecht. Alle, bis auf den König, die Prinzessin unsd den Helden, den ihr repräsentiert.

Kleiner Zeitsprung: Mit einem Karren seid ihr, der verfluchte König Trode, die (Pferde-)Prinzessin Medea und der Bandit Yangus auf dem Weg nach Farebury, einem Ort nahe des verwunschenen Schlosses Trodain. Dort lebt Rylus, ehemaliger Lehrer Dhoulmagus'. In Farebury angekommen habt ihr leider festzustellen, dass Rylus von seinem Schüler getötet wurde. Warum hat er das getan? Was wird er als nächstes anstellen? Das sind Fragen, die euch Dragon Quest im Laufe des rund 60 Stunden langen Abenteuers beantworten wird. Natürlich nicht, ohne zwischendurch weitere Fragen aufzuwerfen.

Natürlich seid ihr nicht nur in dieser kleinen Gruppe unterwegs. Relativ früh schließen sich die leicht dickköpfige und reizvolle Jessica und der charmante Templer und Frauenheld Angelo an. Ihr trottet zu viert von einem Ort zum nächsten, immer auf der Suche nach Dhoulmagus. Auch immer dabei: König Trode, der mit seinem neuen Aussehen erst einmal klarkommen muss und einen Hang zum plötzlichen Erscheinen hat, und Prinzessin Medea, die in Pferdeform den Karren zieht, mit dem die Gruppe durch die Welt reist.

Wie es sich für ein Rollenspiel gehört, bleibt es nicht bei der Hauptaufgabe allein. An soziemlich jedem Ort gibt es jemanden mit einem Problem, das ihr lösen dürft. Belohnt werdet ihr meist mit Hinweisen bezüglich Dhoulmagus oder wichtigen Gegenständen. Damit euch zum Beispiel der Wahrsager Khalderasha die Fluchtrichtung des Narren verraten kann, müsst ihr erst seine Kristallkugel wiederbeschaffen. Und, auch wieder typisch für ein Rollenspiel, natürlich kommt ihr nicht ohne Kampf an diese Kugel.

Neben der ohnehin schon weitläufigen Welt verschlägt es euch hin und wieder auch in diverse Dungeons. Diese sind recht übersichtlich aufgebaut und in der Regel gibt es gleich nahe des Eingangs die Karte des Dungeons. Verlaufen ist dadurch so gut wie ausgeschlossen. Auch sind die Höhlen und Verließe relativ kurz und nerven zu keiner Zeit. Hin und wieder gibt es auch einige ganz leichte Rätsel wie "Schiebe Kiste A auf Punkt B". Solltet ihr nach ausgiebiger Erkundung oder stark angeschlagen den Dungeon schnell verlassen wollen, reicht ein einfacher Zauber, den ihr sehr früh im Spiel erhaltet.

Aber natürlich dürft ihr nicht einfach so durch die Welt streifen. Ab und an tauchen Monster auf. Seid ihr in einem solchen rundenbasierten Zufallskampf verwickelt, könnt ihr zuerst entscheiden, ob ihr kämpfen, fliehen oder die Feinde verscheuchen wollt. Während sich die Flucht von selbst erklärt, sorgt das Verscheuchen-Kommando dafür, dass sich die Gegner dünne machen und dabei vielleicht ein Item zurücklassen. Aber natürlich werdet ihr nicht hauptsächlich vor Gegnern reißaus nehmen oder sie verjagen, sondern ihnen eins auf die Mütze geben.

Insgesamt habt ihr sechs Kampfbefehle zur Auswahl: Angriff, Fähigkeit, Zauber, Gepäck, Abwehren und Konzentrieren. Wählt ihr "Angriff", schlägt der Charakter mit seiner Waffe zu. Dabei kann jeder Charakter mit einer von drei verschiedenen Waffentypen ausgerüstet werden. Der Held beispielsweise kann Schwerter, Speere und Bumerang verwenden. Unter "Fähigkeit" findet ihr Talente, die ihr im Laufe des Spiels durch Aufbauen der entsprechenden Waffen- und Spezialtalente beim Levelaufstieg erlernt.Dabei ist zu beachten, dass waffenspezifische Talente nicht mit anderen Waffen funktionieren. "Zauber" zeigt euch eure ensetzbaren Kampfzauber, "Abwehren" lässt euch den physischen Schaden eine Runde lang reduzieren. Beim "Gepäck" habt ihr Zugriff auf die Tasche des Charakters, die auf 12 Slots begrenzt ist. Anders der Beutel, in dem soviel mitgeschleppt werden kann, wie man will. Dafür kann man im Kapmf aber nicht auf den Beutel zugreifen. "Konzentrieren" darf als einer der wichtigsten Punkte angesehen werden. Denn mit steigender Konzentration werden eure Angriffe stärker. Aber nach dem ersten Zug, in dem ihr euch nicht konzentriert, sinkt diese auf Null. Die Kämpfe sind somit stark taktisch aufgebaut. Vor allem die furiosen Bosskämpfe.

Gespeichert werden darf übrigens nur in Kirchen. Speicherpunkt in Dungeons gibt es nicht. Daher ist es enorm wichtig, den heiligen Einrichtungen einen Besuch abzustatten. Sollte eure Gruppe im Kampf besiegt werden, heißt das aber nicht "Game Over". Ihr werdet lediglich mit der Hälfte eure Geldes in der zuletzt besuchten Kirche abgesetzt.

Die Technik des Spiels ist zweischneidig. Nüchtern betrachtet sieht die Umgebung eigentlich nicht allzu gut aus. Aber in Kombination mit diversen Details wie etwas Schmetterlingen versprüht das Spiel einen unglaublichen Charme. Die Charaktere aus der Feder des Dragon Ball-Schöpfers Akira Toriyama, ob Freund oder Feind, sehen fantastisch detailverliebt aus und lassen andere optische Defizite schnell vergessen. Der Sound ist wunderbar: Sowohl die Musik als auch die (englische) Synchronisation ist erstklassig.

Fazit: 60 Stunden voller Spaß und Spannung im Manga- und Old-School-Gewand. Dragon Quest - Die Reise des verwunschenen Königs ist ein wunderbares Rollenspiel mit fantastischer Geschichte, liebevollen Charakteren und einer genialen wie auch witzigen Synchronisation (Yangus' Akzent ist ungeschlagen). Insgesamt kann ich das Spiel bestem Gewissens weiterempfehlen.

Meine Wertung: 92%

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Cooking Mama

Nintendo DS | USK: noch nicht geprüft | Taito



Kochen, wann immer man will
Dass Nintendos DS ein paar neue Spielkonzepte ermöglicht, ist bei weitem nichts neues. Mit Cooking Mama hat Taito aber etwas gebracht, was man wohl kaum auf einer Konsole suchen würde: Eine Koch-Simulation. Wobei das "Simulation" eher in Anführungszeichen stehen müsste, denn auf einen wirklich realistischen Ablauf der Kochvorgänge wird hierbei eher weniger geachtet.

Das Spiel ist in drei große Modi unterteilt: "Kochen", "kombinieren" und "Fertigkeiten-Tests". Im Modus "Kochen" sucht ihr euch eines der anfangs 15, später über 70 Rezepte aus. Alle Gerichte lassen sich auch in echt nachkochen, da es aber keine Mengen-Angaben im Spiel gibt, sollte man doch zu einem Kochbuch greifen. Jedes Rezept ist in mehrere Schritte unterteilt. Diese könnt ihr anfangs erst mal üben. Das kann zum Beispiel bei einem Schritt wichtig sein, in dem ihr bestimmte Teile eines Gerichts in der Pfanne brutzeln lassen müsst, ohne das eines davon zu lange in der Pfanne verbringt. Das erfordert eine ungefähre Kenntnis darüber, wie viel Zeit die Zutaten in der Pfanne benötigen. Habt ihr genug geübt, könnt ihr das ausgewählte Rezept "richtig" kochen.

Die einzelnen Schritte sind im Prinzip nur kleine Minispiele, die selten länger als zwei Minuten dauern. Mal muss man, wie oben schon erwähnt, Zutaten in einer Pfanne anbrutzeln lassen, dann gilt es, Pilze, Zwiebeln und anderes zu zerkleinern oder in Reis bzw. Wasser in der richtigen Menge in einen Topf zu geben. Ein anderes mal müsst ihr im richtigen Moment auf dem Topscreen angezeigte Aktionen durchführen. Das klingt etwas unspektakulär, macht aber durchaus Spaß. Viele der Schritte kommen in mehreren Rezepten mit Detailveränderungen vor. Wiederholungen gehören also zum Alltag. Je nachdem, wie ihr dann den Arbeitsvorgang abgeschlossen habt, werdet ihr mit Gold, Silber oder Bronze bewertet. Diese Bewertungen werden am Ende des Rezepts zusammengefasst und ergeben eine Gesamtwertung.

Im Verlauf eines Rezeptes kann es passieren, dass ihr gefragt werdet, ob ihr das alte Rezept ab hier verwerfen und ein anderes kochen wollt. Das ist eine Möglichkeit, neue Rezepte freizuschalten. Nachteil ist hierbei leider, dass man euch keine Gelegenheit zum Üben der folgenden Schritte gibt. Die andere Möglichkeit, neue Rezepte zu erhalten, ist das Abschließen bereits verfügbarer. Egal, wie ihr es anstellt: Um an alle Rezepte zu kommen, müsst ihr beide Methoden verwenden.

Der Modus "Kombinieren" unterscheidet sich im Prinzip nicht sonderlich von "Kochen". Ihr wählt hier allerdings zwei Rezepte aus und müsst dann in einem Rutsch beide kochen und (wie der Name des Modus andeutet) manchmal selber zusammenpacken. Da man hier deutlich mehr Möglichkeiten hat, ein Rezept zu versemmeln, ist es hier etwas schwerer, die Goldmedallien abzugreifen.

Der "Fertigkeiten-Test" ist eigentlich nichts anderes, als eine direkte Auswahl der einzelnen Kochschritte. Diese müsst ihr fehlerfrei und in bestimmter Anzahl erledigen. Je weiter ihr kommt, umso schwerer wird das ganze natürlich. Auch hier steht euch erst eine Hand voll Prüfungen zu verfügung, mit fortschreitenden Spiel schaltet ihr immer mehr frei.

Die Grafik gibt sich äußerst bunt und nett gezeichnet. Eine Grafik-Bombe darf man natürlich nicht erwarten, sonst wäre es kein Koch-Spiel. Die Musik ist ganz nett, mehr aber auch nicht, orientiert sich aber so ein wenig an das Hintergrundgedudel von Kochshows. Die Soundeffekte dagegen sind größtenteils recht realistisch. Die zwei Bildschirme werden ganz nett verwendet: Auf dem oberen Bildschirm gibt es Anweisungen, die tickende Uhr oder Tipps, auf dem unteren Screen kocht ihr. Das Spiel wird komplett über den Touchscreen gesteuert, und das ist vorbildlich gelungen. Das Mirkofon findet nur in bestimmten Rezepten Verwendung und dann auch nur, um mal kurz hineinzupusten.

Störfaktor Sprache: Die komplett in Japanisch gehaltenen Menüs sind übersichtlich aufgebaut und auch recht leicht verständlich. Durch das Üben der einzelnen Kochschritte kann man vorher ein wenig ausprobieren und so auch herausfinden, was zum Beispiel mit bestimmten Kommandos auf dem Topscreen gemeint ist. Folglich kann man auch ohne Japanisch-Kenntnisse durchaus seinen Spaß haben.

Fazit: Cooking Mama hat mit überrascht. Anfangs fragte ich mich, wie so etwas eigentlich Spaß machen kann. Nachdem ich allerdings erst einmal angefangen habe, konnte ich mich nur noch schwer vom DS losreißen. Höchstens mal, um meinen im Spiel aufgebauten Hunger zu stillen. Wer mal Lust auf ein neues Spielkonzept hat, darf bedenkenlos zugreifen. Allen anderen rate ich zumindest mal zu einer Proberunde.



Castlevania: Dawn of Sorrow

Nintendo DS | USK: ab 12 Jahren | Konami


Die Seelenjagd geht weiter
Ein Jahr ist seit den Ereignissen von Castlevania: Aria of Sorrow vergangen. Soma Cruz dachte, dass nun alles wieder seinen gewohnten Gang gehen würde. Doch falsch: Plötzlich erschient die Priesterin Celia Fortner, die zusammen mit ihren Jüngern Dario Bossi und Dimitri Blinov den Dunkeln Herrscher erwecken will. Und dazu müssen sie Draculas Seele zerstören, die sich leider in Somas Körper befindet. Um dem ganzen ein Ende zu machen, begibt sich Soma in das Schloss des Kultes, den die drei Leiten. Und dort stellen sich ihm zahlreiche Bestien in den Weg... Soma hat im Vergleich zum Vörgänger nichts verlernt: Noch immer kann er mit jeder Waffe umgehen, die er im Schloss findet und eignet sich die Seelen seiner besiegten Feinde und der damit verbundenen Fähigkeiten an. Mit der Axtritterseele könnt ihr zum Beispiel Äxte werfen, die Seele des Flugritters lässt euch langsamer zu Boden sinken. Euer Spielplatz ist nahezu gigantisch: Es erwarten euch viele Räume voller nicht mal so kleiner Feinde, die euch nach dem Leben trachten. Zur besseren Orientierung könnt ihr auf dem oberen Bildschirm des DS eine Karte einblenden oder eure Statistiken anzeigen lassen, wobei sich die Karte eindeutig als nützlicher erwiesen hat. Im Verlauf des Spieles kommt ihr Castlevania-typisch an großen Bossen vorbei. So zum Beispiel erwartet euch Balore, der euch mit seinem Laserauge wegpusten will. Die Bosskämpfe sind abwechslungsreich gestaltet. Um so wenig Schaden wie möglich zu nehmen, müsst ihr euch die Angriffsmuster einprägen und natürlich dementsprechen reagieren. Doch wenn die LP des Bosses den Nullpunkt erreicht haben, ist der Kampf noch nicht vorbei. Dann wird nämlich ein Siegel eingeblendet, das ihr mit dem Stylus nachziehen müsst. Macht ihr dies richtig, erhaltet ihr die Seele des Feindes, die meist eine spielrelevante Fähigkeit verkeiht (im Falle Balore dürft ihr dann mit dem Stylus Eisböcke vom Bildschirm rubbeln). Macht ihr jedoch einen Fehler, bekommt der Feind eineige LP zurück und der Kampf geht weiter. Die Seelen sind in drei Kategorien unterteilt: Schuss, Schutz und Zauber. Schuss-Seelen verleihen euch einen Subangriff (wie z.B. der Axtritter mit den Wurfäxten), Schutz-Seelen erweitern eure Fähigkeiten (wie etwa der Flugritter) und Zauberseelen stärken eure Statistiken. Darüber hinaus gibt es noch taktische Seelen, die nicht extra ausgerüstet werden müssen. Dazu zählt das beispielweise Eisblockwegschrubben. Im verlorenen Dorf (dem ersten Gebiet des Spiels) findet ihr desweiteren Hammers Laden, bei dem ihr Heiltränke, Karten und Waffen kaufen könnt. Wer Aria of Sorrow kennt, weiß, dass man jede erdenkliche Waffe irgendwo im Schloss finden kann. Das ist in Dawn of Sorrow nicht mehr so. Die richtig starken Waffen müsst ihr bei Yoko Belnades kleinem Stübchen erst einmal erschaffen. Dazu benötit ihr erstmal eine Waffe, die ihr aufrüsten wollt und noch die passende Seele. So erhaltet ihr nach und nach stärkere Waffen. Habt ihr das Spiel jedoch einmal durch, dürft ihr euch gleich noch mal ransetzen. Es erwarten euch nämlich mehrere Enden. Wem das noch nicht genug war, darf sich dann noch auf einem höheren Schwierigkeitsgrad versuchen oder mit einem weiteren Charakter durchs Schloss ziehen. Die Grafik des Spiels ist schlichtweg atemberaubend. Detaillierte Umgebungen, wunderschöne Hintergründe, fantastische Effekte, geschmeiduge Animationen,... Ich könnte den ganzen Tag weiterschwärmen. Der Sound gibt sich ebenfalls von der besten Seite. Einige Musikstücke haben Ohrwurmcharakter und nerven zu keiner Zeit. Der Touchscreen wird zwar nur alibimäßig für die Siegel und der zweite Bildschirm "nur" für die Karte und Statistiken verwendet, aber besser nur wenige DS-Möglichkeiten ausgenutzt, als das ganze Spiel durch nerviges Touchscreenrumgeschrubbe kaputt zu machen. Das Mikrofon wird nicht verwnendet.
Fazit: Castlevania: Dawn of Sorrow ist eigentlich DER DS-Kaufgrund schlechthin. Die fantastische Atmosphäre, das coole Gameplay und die spannenden Bosskämpfe lassen einen locker über die mangelhafte Nutzung der DS-Features hinwegsehen. Mit einem freispielbaren Schwierigkeitsgrad, den vielen Seelen sowie einem Spezialmodus ist auch für Langzeitmotivation gesorgt. Das Spiel gehört einfach in jede DS-Sammlung.
Meine Wertung: 91%

Donkey Konga

GameCube | USK: ohne Altersbeschränkung | Nintendo/Namco


Rythmus im Blut?
Donkey Konga ist ein Spiel, wie es auf dem GameCube leider ich glaube sonst gar nicht vertreten ist, denn das Spiel ist ein Musikspiel. Vergleichbar mit dem japanischen PS2-Spiel "Taiko no Tatsujin" (auch von Namco) haut ihr bei Donkey Konga auch ordentlich auf die Pauke, oder besser: Auf die Bongos. Das Spiel ist meines Wissens nur als Bundle zusammen mit dem Bongo-Controller zu haben. Und mit diesem kann man bei Donkey Konga eine menge Spaß haben. Auf dem Gerät sind zwar nur drei Tasten und ein Mikrofon eingebaut, aber für ein Musikspiel ist diese Ausstattung mehr als genug. Ihr habt die linke Trommel, die rechte Trommel, den Start-Knopf sowie das Mirkofon, das Klatschen wahrnehmen soll, zur Verfügung. Im Spiel selber müsst ihr dann im richtigen Moment die angegebene Aktion ausführen. Das ist entwerder das Betätigen der einen Trommel, das Betätigen der anderen, beides gleichzeitig oder Klatschen. Für Singleplayer gibt es den Straßenkonzert-Modus, der in drei Schwierigkeitstufen unterteit ist, die wiederum noch mal in zwei Modi unterteilt sind. Die Lieder der höchsten Schwierigkeitsstufe müssen erst von im Straßenkozert erspielten Münzen gekeuft werden. Mit den Münzen kann man sich aber auch drei Minispiele sowie verschiedene Bongo-Sounds kaufen. Da sind schon ein paar lustige bei, wie z.B. Zelda-Sounds, Peitschgeräusche oder Erkältungstöne. Für zwei Spieler gibt es Duell, Marathon, Jam-Session und zwei der drei Minispiele. Beim Duell trommelt ihr um Punkte, beim Marathon versucht ihr kooperativ so viele Songs wie möglich durchzuhalten und bei Jam-Session wird eure Leistung verglichen (aufgeteilt in Prima, OK, Knapp und Daneben). Marathon und Jam-Session lassen sich auch alleine spielen. Letzteres geht auch als einziger Modus zu viert. Allerdings halte ich die Jam-Session für nicht gerade gelungen und deswegen auch das Spiel für vier Spieler etwas ungeeignet. Bei zwei Spielern kooperativ im Marathon macht das ganze schon mehr Spaß. Die drei Minigames sind denkbar simpel: Beim ersten zeigt ihr King K. Rool, wo der Hammer hängt, indem ihr einen solchen mit den Bongos auf seinen Kopf sausen lasst, beim Bananenjonglieren versucht ihr, so viele Bananen wie möglich zu jonglieren und im letzten Minispiel müsst ihr so viele Früchte wie möglich während einer Kletterpartie einsammeln. Das letzte Minispiel halte ich aufgrund der ungenauen Steuerung für überflüssig. Etwas Feintuning hätte da nicht geschadet. Die Grafik ist zweckmäßig gehalten, aber ein Musikspiel soll ja nicht optisch atemberaubend aussehen, sondern einfach nur Spaß machen. Der Sound ist bei einem Musikspiel dafür um so wichtiger. Neben den bereits erwähnten Funsounds für die Bongos findet ihr 31 Lieder auf der Mini-DVD. Von All The Small Things über Alright, den Türkischen Marsch und 99 Red Balloons (eine englische 99 Luftballons Version) bis hin zu dem DK Rap und dem Zelda-Theme dürfte eigentlich für jeden was dabei sein.
Fazit: Donkey Konga bietet Spielspaß pur - Wenn ihr einen zweiten Bongocontroller samt Spieler zur Hand habet. Denn alleine wird das Spiel leider schnell langweilig. habt ihr erst einmal alles gekauft und alle Lieder ausprobiert, werden nur noch Perfektionisten, die bei allen Liedern ein Gold-Abzeichen haben wollen (so wie etwa ich) witerhin alleine Spielen wollen. Für viel Spieler ist es aber auch nichts, da leider nur ein Modus diese Spieleranzahl unterstützt. Für zwei Spieler ist das allerdings eine geniale Möglichkeit, sich gewaltfrei zu messen. der zusammenzuarbeiten. Die Songauswahl ist (bis auf ein paar, Lieder, die ich nicht mag) klasse und die freischaltbaren Bongosounds sind witzig. Durchaus empfehlenswert.
Meine Wertung: 84%

Castlevania

GameBoy Advance | USK: ab 6 Jahren | Konami


Metzeln mit Karten
Achtung, verwirrend! Unter Fans und in der amerikanischen Version heißt das Spiel "Castlevania: Circle of the Moon". In Europa heißt es nur "Castlevania". Nicht mit dem "NES Classic Castlevania" verwechseln. In der Rolle von Nathan Graves kämpft ihr euch durch Draculas Schloss. Der Schlossherr wurde frisch aus seinem Nickerchen geholt und muss sofort aufgehalten werden. Im Spielverlauf nehmt ihr es mit Draculas Kreaturen auf. Eine große Mange egner wartet auf Prügel. Diese verteilt ihr mit eurer Peitsche, die ihr auf Knopfdruck schwingt. Manche besiegte Feinde lassen Items, manche sogar DSS-Karten fallen. Mit diesen Karten könnt ihr in bestimmten Kombinationen Bestien beschwören oder eure Peitsche aufrüsten. Für jeden besiegten Gegner bekommt man Erfahrungspunkte und ab einen bestimmten Wert steigt man ein Level auf. Sachen wie LP oder MP müssen aber mit Items erhöht werden, die man im Schloss finden kann. An vielen Stellen im Schloss kommt man anfangs nicht weiter. Deshalb sind im Schloss Gegenstände verteilt, die euch Fähigkeiten, wie der Doppelsprung, beibringen. Deshalb muss man einige Gebiete mehrmals absuchen. Die Grafik ist etwas schlicht und die Animationen verbesserungswürdig. allerdings stimmen Gameplay, Musik und vor allem der Spielspaß.
Fazit: Der Beginn der Castlevania-GBA--Trilogie bringt viele coole Features mit sich, allerdings hätte an der Grafik noch gearbeitet werden müssen. nichtsdestotrotz ein cooles Spiel!
Meine Wertung: 87%

Conker's Bad Fur Day

Nintendo 64 | USK: ab 16 Jahre | Rareware


§%&$!
"Conker's Bad Fur Day" traut man gar nicht den Anfang der Entwicklung zu. Ursprünglich unter dem Namen "Conker 64: Twelve Tales" als Knuddel-Jump'n'Run geplant (ein Knuddelableger ist mit "Conker's Pocket Tales" für den GBC auch erschienen), kam auf einer E3 dann die Wende: Das Design blieb (zumindest teilweise) das selbe. Doch anstatt ein kinderfreundliches Jump'n'Run draus zu machen, hatte man bei Rare eine gute Entscheidung gefällt: Conker wurde brutal. Ein richtiges Erwachsenenspiel. Nach einer durchzechten Nacht will Conker eigentlich nur nach Hause. Doch die Ereignisse überschlagen sich im Spielverlauf: Die Bienenkönigin möchte ihren Bienenstock zurück, der König des Landes braucht Conker als Tischbein und es bricht ein Krieg zwischen den Tediz und der "Eichhörnchen Angriffstruppe" aus, um mal ein paar Beispiele zu nennen. So hüpft und läuft man durch eine sehr liebevoll gestaltete Welt, die abwechslungsreicher kaum sein könnte. Dabei läuft das Spiel sogar flüssig. Auch die Aufgaben bieten viel Abwechslung. Mal muss man einen Bienenstock mit einer StandMG vor Wespen beschützen oder Kühe dazu bringen, ein Abführmittel zu nehmen. Highlights des Spiel sind aber zweifellos die Zwischensequenzen. Es wird geflucht, das euch die Ohren abfallen und die Dialoge sind so humorvoll, dass ihr schwer aus dem Lachen wieder rauskommt. Sei es nun Conkers natürliche Geldgier, eine kleine Matrix-Parodie oder das Video für den Aufruf zum Krieg. Selten habe ich mich vor lachen so bei einem Spiel weggeschmissen. Auch bei den Bosskämpfen haben sich die Entwickler viel einfallen lassen. Nur in den wenigsten Fällen führt euch draufkloppen zum Ziel. Die Bosse müssen ausgetrickst werden. Dem singenden Kothaufen zum Beispiel schmeißt ihr, sobald er seine hohen Töne singt, eine XXL-Klopapierrolle in den Mund. Negative Punkte müssen hier fast mit der Lupe gesucht werden. Die Musik ist stimmig, die Grafik gut und die Stimmen erst recht. Minuspunkte gibt es aber für Sachen wie den enormen Schwierigkeitsgrad. Teilweise ist das Spiel verdammt schwer und bedarf mehrerer Anläufe. Und man sollte des Englischen mächtig sein, denn das Spiel ist komplett auf Englisch (was meiner Meinung nach auch besser so ist).
Fazit: CBFD ist eine Granate, die man gespielt haben sollte. Der Humor ist spitze und das Spiel an sich abwechslungsreich. Wer bestimmte Szenen noch mal spielen möchte, muss noch nicht mal da hin spielen, sondern kann sie aus dem Hauptmenü aus anwählen. Und Anspielungen auf Sachen wie "Terminator", "Alien" oder den D-Day gibt es zuhauf. Ein Pflichttitel! Xbox-Besitzer können sich auf die leicht aufgemotzte Variante "Conker: Live & Reloaded" freuen.
Meine Wertung: 92%