One Piece: Round The Land!

PlayStation 2 | USK: ab 12 Jahren | Bandai


Zwischenstopp in der Piratenoase
Ruffy und Konsorten ankern vor einer neuen Insel, auf der sie von einem Kerl namens Brue begrüßt werden. Dieser organisiert den Wettkampf "Round the Land", bei dem die Teilnehmer sogenannte Weg-Runen sammeln müssen, um am Ende an den Schatz der Piratenoase zu kommen: Elbans Träne. Und selbstverständlich mischt die Strohhut-Bande da ordentlich mit. Soviel zur recht einfallslosen Story. Ich erinnere mich da nur an Treasure Battle für den GameCube, das storytechnisch ähnlich gestrickt war. Leider wird die Geschichte von Round The Land schmucklos präsentiert: Ihr seht den Hintergrund und dazu werden dann (stets dieselben) Charakterbilder eingeblendet. Und nicht synchronisierter Text. In diesem Fall wäre es meiner Meinung nach sogar egal gewesen, wenn die Syncro japanisch wäre, denn das hätte das ganze zumindest ein wenig lebendiger gemacht. So, nun zum Spiel: Ihr sucht euch ertsmal auf der Karte ein Gebiet aus. Zu Beginn steht euch nur Buggys Zirkuswelt zur Verfügung, im Verlauf des Spiels erkundet ihr auber auch Wapols Schneeschloss, Blacks Anwesen und sogar das Wolkenreich Skypia. Die Level, von denen es pro Gebiet vier bis sechs gibt, erledigt ihr in guter alter Sidescroller-Manier: Ihr lauft von links nach rechts, sammelt eine Hand voll Schatztruhen ein, vermöbelt Gegner und erreicht das Levelende. Schatztruhen müssen aber erst mitgenommen und dann entweder zum Ende des Levels oder zu einem Übergabepunkt geschleppt werden. Dann wird die Truhe geöffnet und das darin befindliche Geld wandert in euren Besitz. Die Beute wird natürlich fair aufgeteilt. Im generalfall bekommt der Charakter, den ihr gerade spielt, die hälfte der Berries und die anderen beiden jeweils ein viertel. Die anderen beiden? Ja, denn zusätzlich zum eigentlichen Anführer dürft ihr pro Gebiet auch noch bis zu zwei Unterstützungscharaktere mitnehmen. Vor jedem Level und an den Übergabepunkten wählt ihr dann, mit welchem eurer Helden ihr losziehen wollt. Die Level an sich sind größtenteils recht gradlinig. Nur in einigen gibt es abzweigungen oder versteckte Gänge, die dann auch "nur" zu weitren Schatztruhen führen. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels schwankt jedoch immer wieder: Mal sind die Abschnitte viel zu leicht, dann auf einmal kommt ein mordsschwerer. Der Schwierigkeitsgrad der Bosskämpfe gegen die verschiedenen Bösewichte aus dem Anime ist ebenfalls etwas seltsam. Die härtesten Gegner trefft ihr gleich am Anfang, nach hinten hin werden die Fights aber zunehmend einfacher. So vergeigt ihr bei Alvida (erster Boss des Spiels) gleich mehrere Leben, während ihr Wapol (Boss in der Mitte des Spiels) beinahe im Schlaf besiegt. Technisch allgemein gibt sich das Spiel recht mittelmäßig. Die ersten Level sehen dermaßen öde aus, dass man eigentlich nicht wirklich die Lust verspürt, weiterzuspielen. Das Steigert sich zwar im Spielverlauf, aber über das Mittelmaß kommt die Grafik nicht. Der Sound ist ebenfalls so. Anfangs fragt ihr euch, wer diese seltsame Musik überhaupt kompniert hat, später sit sogar der ein oder andere Ohrwurm dabei. Was aber absolut nicht geht sind Übersetzungsfehler: Dass man den Namen der Währung der Vorlage (Berries) einfach so ins deutsche Übersetzt hat (Beeren), mag ich noch verzeihen, aber wenn ich dann noch "Ewige Pause" statt "Eternal Port" lese, dann verstehe auch ich keinen Spaß mehr. Und die Steuerung hätte man meines erachtens auch besser hinlegen können. Mein Tipp: Zu Anfang erst mal den Steuerungstyp 2 einstellen, da ihr sonst mit der Dreiecks-Taste springt...
Fazit: One Piece-Fans können sich das Spiel ruhig mal anschauen, denn insgesamt können sie mit den sieben Helden aus Manga und Anime gegen die Kern-Schurken spielen (wobei ich mir noch das ein oder andere geplänkel mit der Marine gewünscht hätte). Wer jedoch One Piece überhaupt nichts abgewinnen kann oder nicht auf (lahme) Sidescroller steht, kann das Spiel ruhig im Laden stehen lassen.
Meine Wertung: 70%

19.3.06 13:09

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